Donnerstag, 16 Dezember 2010 00:00

Demokratie hautnah, Geschichte erleben

geschrieben von  Petra Schmidt

alte landstrae

© Andreas hermsdorf /pixelio.de

Wenn man herausfinden möchte, wie in Deutschland die Demokratie entstand, welche Hindernisse sie zu überwinden hatte und welche bedeutenden Persönlichkeiten daran teilhatten, kann man dies nun auf der „Straße der Demokratie" tun. In einigen Städten im Südwesten Deutschlands, darunter Freiburg Karlsruhe, Sinnsheim und Neustadt, besteht die Möglichkeit, Touren oder Führungen an historische Schauplätze zu unternehmen und dort Ereignisse aus der Zeit vom ausgehenden 18. Jahrhunderts bis Mitte des 19.Jahrhunderts nachzuerleben. Was genau dahinter steckt, lesen Sie hier.

Beginnend mit der französischen Revolution, die als Ursprung der Demokratiebestrebungen angesehen wird, führt die „Straße der Demokratie" über zahlreiche, folgenschwere Ereignisse wie der Gründung des Rheinbundes, dem Wiener Kongress und den Karlsbader Beschlüssen zur Revolution in Deutschland von 1848/49. Dabei werden verschiedene Möglichkeiten angeboten die Geschichten nachzuerleben. So kann man Museen oder Gedänkstätten ebenso besichtigen wie Originalschauplätze, darunter der Philippsburger Marktplatz, auf dem in der Zeit der Revolution Kundgebungen stattfanden. Man lernt jedoch nicht nur die wichtigen Schauplätze der damaligen Ereignisse kennen, sondern es werden auch außergewöhnliche Persönlichkeiten vorgestellt, wie Karl von Baden und Gustav Mayer, die sich für demokratische Werte einsetzten, für Freiheit und Gleichheit.

Wie man gern die „Straße der Demokratie" bereisen möchte kann aus unterschiedlichen Angeboten individuell gewählt weerden. Es besteht sowohl die Möglichkeit einzelne Führungen zu machen, als auch selbstständig auf Themenrouten die Geschichte der Demokratie zu erkunden. Außerdem kann man sich auch voll und ganz einer Stadt und den Geschehnissen dort widmen, indem man zwei bis drei Tage dort verbringt. Um auch touristischen Bedürfnissen gerecht zu werden, kann man bei Interesse verschiedene Events, wie Theateraufführungen, Konzerte oder Volksfeste, besuchen. Auch für Schulklassen gibt es Angebote, in denen unter anderem Empfehlungen von Jugendherbergen und zusätzliche Freizeittipps enthalten sind. Darunter sind dann auch weniger historische wertvolle Ausflugsziele wie Zoos oder der Europapark. Die Reise auf der „Straße der Demokartie" bietet also individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, die das Erleben der Deutschen Geschichte für jeden interessant, spannend und vor allem ansprechend machen sollen.

Das zentrale Thema der Straße der Demokratie ist die Revolution in Deutschland von 1848/49, die auch momentan die letzte Station der Reise darstellt. Es wird jedoch bereits weiter geplant, die Straße bis zur Wiedervereinigung fortzuführen. Dieses Projekt möchte außerdem als Pionierroute ein Vorbild für andere Gebiete Deutschlands sein, ebensolche Angebote zu gestalten und damit Geschichte zu einer lebendigen und pannenden Erfahrung zu machen.

Sie finden den Webauftritt des Projekts hier.

Gelesen 1019 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 23 Oktober 2014 23:10
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