Sonntag, 17 Juli 2011 00:00

Ashoka Fellows: Vorbilder und Problemlöser

geschrieben von  Andreas Weiß

Auf der ganzen Welt werden Akteure, die sich gesellschaftlichen Problemen auf innovative Weise annehmen, von der Organisation Ashoka unterstützt. Die nach genauen Kriterien ausgewählten "Ashoka Fellows" engagieren sich in zahlreichen und vielfältigen sozialen Projekten. Die größte gemeinnützige Einrichtung zur Förderung von Sozialunternehmen mit Ursprung in Indien soll hier nun vorgestellt werden.

Social Entrepeneurship

Ashoka verfolgt das Konzept des "Social Entrepeneurship", mit dessen Hilfe zwischen verschiedenen Dimensionen sozialen Engangements unterschieden werden kann.

Das geförderte sozial orientierte Unternehmertum ist charakterisiert durch unternehmerische Arbeit zur Behebung gesellschaftlicher Konflikte, wobei auf eine erfinderische Vorgehensweise Wert gelegt wird. Unter diesen Social Entrepeneurs wählt Ashoka diejenigen, die mit ihrer Arbeit bereits eine systemveränderte Wirkung erzielt haben, aus. Die auf diese Weise auserlesenen Akteure werden zu "Ashoka Fellows".

Ashoka hilft diesen Akteuren auf vielfältige Weise. Zum Spektrum dieser Leistungen gehören Lebensunterhalts-Stipendien, Rechts- und Unternehmensberatung sowie Vernetzung mit anderen Sozialunternehmern und der Wirtschaft. Auf diese Weise wurden bereits 2000 Personen in rund 70 Staaten Teil der Organisation.

Finanziert werden die Projekte durch Gelder von Privatpersonen und der Wirtschaft. Die Motivation, sich auf diese Quellen und nicht auf staatliche Mittel zu stützen ist damit begründet, dass in vielen Regionen, in denen Ashoka aktiv ist, Korruption und eine Bindung an ein Regime vermieden werden soll.

Ashoka Jugendinitiative - Youth Venture

Das Youth Venture - Programm wurde von Ashoka Fellows durch die Erfahrung mit Jugendbildung entwickelt. Mit dieser Kampagne sollen Jugendliche dazu ermutigt werden, an der Gesellschaft teilzuhaben und unternehmerische Tätigkeit zu entwickeln, indem sie selbst aktiv an der Verbesserung ihrer Lage mitarbeiten. So werden Projekte Jugendlicher in kleinem Maßstab unterstützt und mit anderen vernetzt.

Die deutsche Ashoka-Jugendinitiative beschäftigt sich vornehmlich mit Themen wie beispielsweise die Eindämmung von Rechtsradikalismus, Integration, Gewaltprävention, Umwelt und Kultur. In den Städten Berlin, Frankfurt, Stuttgart und Friedrichshafen werden einfallsreiche Projekte finanziert und Workshops angeboten.

Bill Drayton, ein New Yorker Unternehmer, gründete die Organisation in den 80er Jahren in Indien. "Ashoka" leitet sich aus dem Sanskrit ab und bedeutet "das aktive Überwinden von Missständen".

Internetauftritt von Ashoka Deutschland

Internetauftritt der Ashoka Jugendinitiative

Gelesen 1194 mal Letzte Änderung am Sonntag, 21 Dezember 2014 10:33
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