Dienstag, 16 September 2008 00:00

Kinderstadt 2008 in Augsburg

geschrieben von  Irina Schumacher

Die Kinder regieren in der Kinderstadt! Die Bürgermeister der Kinderstadt vertreten verständnisvoll und demokratisch die Anliegen ihrer Bürger. Die Kinderstadt ist ein Lernort besonderer Art, selbständig und entscheidungsfreudig gestalten die Kinder das Leben in ihrer Stadt. Selbstverständlich gibt es auch in der Kinderstadt neben den Bürgerrechten und den Wahlmöglichkeiten auch die Bürgerpflichten. Dazu gehört beispielsweise die engagierte Beteiligung am Leben der Kinderstadt, die in Abenteuero entlohnt wird. Auf den Bürgerversammlungen werden Anliegen der Bürger vorgetragen, Probleme geklärt und über anfallende Entscheidungen demokratisch abgestimmt.

 

In den Sommerferien dieses Jahres wurde das erfolgreiche Projekt Kinderstadt in Augsburg vom ASP (Abenteuerspielplatz Hammerschmiede) veranstaltet. In der Kinderstadt bestimmen, arbeiten und regieren die Kinder ganz allein. Sie sind die engagierten Akteure und Gestalter ihrer Stadt. Die Erwachsenen sind zwar auch als Gäste eingeladen, dürfen bei einer Stadtführung die Kinderstadt besichtigen und Kinderstadt-Luft schnuppern, müssen aber ansonsten draußen bleiben. Die Kinderstadt fasziniert den Besucher im ersten Moment mit ihren vielfältigen Möglichkeiten sich engagieren zu können und am Stadtleben teilzunehmen. Es gibt hier nicht nur ein Rathaus, eine Bank, einen Radiosender und eine Zeitung, sondern auch Werkstätten und sogar eine Müllabfuhr. Wenn die Geschäfte gut laufen, kann man sich auch selbständig machen und das schwerverdiente Geld im Kino oder Casino wieder ausgeben. Gezahlt wird in der Kinderstadt in Abenteuero.

Dabei müssen die jungen Bürger schwerwiegende Entscheidungen treffen, wie rebecca.jpgbeispielsweise welche Artikel für die neue Zeitungsausgabe zu schreiben sind oder wer zum Bürgermeister gewählt wird. Ach ja, den Bürgermeister, gibt es natürlich auch! Und nicht nur das, für das Amt des Bürgermeisters bewarben sich mehrere Kandidaten und die engagierten Jungpolitiker führten einen richtigen Wahlkampf.

Die Kandidaten stellten sich und ihre Forderungen in einem Rede-Wettstreit am Wahlvorabend den Bürgern der Kinderstadt vor. Die Wahl, wie so oft, ging sehr spannend aus und an der Spitze standen zum Schluss zwei Kandidaten, geschlechtergerecht entschieden sich die Kinderstadt-Bürger gegen eine Stichwahl und haben nun zwei Bürgermeister: Max und Rebecca. Die Wahlperiode in der Kinderstadt beträgt ca. eine Woche und so bekommen weitere Bürger die Chance in der nächsten Wahlperiode die Kinderstadt zu regieren.

Auf die Frage, wie der Wahlkampf verlaufen ist, fallen die Antworten der Bürgermeistermax.jpg durchaus unterschiedlich aus. Während die Bürgermeisterin Rebecca die persönliche Ansprache und den direkten Kontakt zu Bürgern für den Wahlerfolg für entscheidend hält, setzte Bürgermeister Max bei seinem Wahlkampf auf Marketingstrategien. So wurden für die Wahl Wahlplakate vorbereitet und viel Öffentlichkeitsarbeit gemacht, um die Bürger auf seine Kandidatur aufmerksam zu machen.


Die Kinderstadt schön zu gestalten, zählen die Kinder zu den wichtigsten Aufgaben eines Kinderstadt-Bürgermeisters, darunter wird auch ein friedliches Zusammenleben der Bürger in der Kinderstadt, ohne Konflikte, verstanden.


Die Kinderstadt-Bürger engagieren sich nicht nur in politischen, sondern auch in sozialen Fragen, beispielsweise in der Sozialstation, wo für bedürftige Kinder in der Kinderstadt Spenden gesammelt werden. Bei Entscheidungen werden die Bürger auf Bürgerversammlungen befragt und gemeinsam nach einer zufriedenstellenden Lösung gesucht, über die natürlich demokratisch abgestimmt wird.

 

 

 

 

 

Abenteuerspielplatz Hammerschmiede

Päd. Leitung: Ruth Knöpfle
Neuburger Straße 299
86169 Augsburg
Tel.: 0821-709918
Fax: 0821-747 39 46

Ein Gespräch mit der pädagogischen Leiterin Frau Knöpfle finden Sie hier

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