Sonntag, 12 November 2017 15:30

Fachtag: Dialog und Demokratie

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Das Gespräch ist die Seele der Demokratie

Das Niedermachen des (politischen) Gegners und eine beleidigende, verletzende, vulgäre Sprache sind für einen Teil der Öffentlichkeit mittlerweile völlig akzeptabel. Populistische Politikerinnen und Politiker gewinnen Wählerstimmen mit Behauptungen und dem Ausschalten von Sachargumenten zugunsten von gefühlten Wahrheiten. Gleichzeitig schwappt aus den USA der Trend zu uns, dass umstrittene Themen nicht mehr diskutiert werden dürfen, weil sie Menschen potentiell beleidigen könnten. In der Mitte der Gesellschaft sind abwertende Einstellungen gegenüber bestimmten Gruppen - wie Langzeitarbeitslose, Muslime, Geflüchtete - weit verbreitet.

Dienstag, 07 November 2017 17:01

Jung sein in Bayern - Fit für Europa?

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Über Europa mit politischen Akteuren diskutieren, eigene politische Ideen zur Förderung des Engagements von jungen Menschen in Bayern entwickeln und mit der Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen Dr. Beate Merk in den Dialog treten - das sind die Ziele des Modellprojekts "Jung sein in Bayern - Fit für Europa".

Inhaltlich steht die Frage nach der Ausrichtung der neuen EU-Jugendstrategie (ab 2019) im Mittelpunkt. Darüber hinaus können auch eigene Themen für den Dialog mit der Politik gesetzt werden, die für junge Menschen in Bayern wichtig sind.

Sonntag, 22 Oktober 2017 15:47

Studium generale: Kontroversen

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Wie der Titel schon verrät, geht es um Kontroversen in diesem Herbst und Winter der siebten Reihe des Studium generale, welches als Gemeinschaftsprojekt von der Universität und der Volkshochschule Augsburg angelegt ist.

Kontroversen sind öffentliche Auseinandersetzungen in politischen, gesellschaftlichen, kulturellen oder moralischen Streitfragen, die mit Leidenschaft geführt werden, in denen die Kontrahenten sich oft genug unversöhnlich gegenüberstehen. In zahlreichen Fällen fphren Kontroversen zu Auswüchsen, für die nicht Respekt und Achtung für die andere Seite typisch sind, sondern erbitterte Gegnerschaft - von der Verleumdung des Anderen bis hin zu seiner Vernichtung. Und doch sind Kontroversen wichtig, denn durch sie wird die Existenz und sachliche Tiefe unterschiedlicher Bewertungen von Alternativen sichtbar -  Alternativen, die sehr bedeutend sein können, manchmal sogar die Weltsicht betreffen. Aus Kontroversen entsteht Entwicklung; Kontroversen ermöglichen eine fundierte Urteilsbildung.

Nebenbei bemerkt: Die Demokratie braucht Kontroversen, um lebendig zu sein.

Aktuell erleben wir einen Trend immer stärker werdender populistischer Parteien, die direkt oder indirekt dazu beitragen, dass Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus, Antiislamismus, Rassismus, oder Homophobie zunehmen. Darüber hinaus bereiten gewaltbereiter Salafismus und Dschihadismus Sorge. Um diesem Trend entgegen zu wirken, das gesellschaftliche Klima (wieder) zu erwärmen und Zusammenleben zu einem positiven Erlebnis für alle Beteiligten zu machen, bieten verschiedene Träger Fördermöglichkeiten und Ansprechpartner zu den Themen Demokratie und Toleranz. Einige davon möchten wir im Folgenden vorstellen.

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Was Erwachsenenbildung in einer Gesellschaft leisten kann, in der nationale Politik durch sinkende Gestaltungsspielräume gekennzeichnet ist und in der sich die Distanz zwischen Bevölkerung und politischen Akteuren stetig vergrößert, diskutierten im Sommersemester 2012 Studierende der Erziehungswissenschaft an der Universität Augsburg. Im Rahmen des Seminars „Erwachsenenbildung in der Bürgergesellschaft" entstanden dabei Interviews mit verschiedenen Experten und Praktikern dieses Gebiets. 

Lothar Heusohn

Lothar Heusohn ist Fachbereichsleiter der Sektion "Politik, Gesellschaft, Umwelt, Männerakademie und Dozentenfortbildung" an der Volkshochschule Ulm. In dem Interview zum Thema "Erwachsenenbildung und Bürgergesellschaft" geht es insbesondere um Möglichkeiten und Grenzen von Erwachsenenbildung in unserer heutigen Gesellschaft. 

 

 

Das „Bündnis für Augsburg" ist ein Netzwerk, in dem sich seit 2002 Menschen aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft gemeinsam für Augsburg engagieren. Mit uns trafen sich die städtische Verwaltungsangestellte Angelika Wonnenberg, die stellvertretende Leiterin der Geschäftsstelle des „Bündnis für Augsburg" Simone Lehrl und das „Bündnisurgestein" Gottfried Swoboda, ehrenamtlicher Mitarbeiter der ersten Stunde, zum Gespräch.
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Fr. Reisinger1

Im Rahmen der Interviewreihe zur "Erwachsenenbildung in der Bürgergesellschaft" schildert Ruth Reisinger, Leiterin der Volkshochschule Aichach-Friedberg, ihre Vorstellungen und Konzepte zum Leistungsvermögen sowie den Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen von Erwachsenenbildung in der Bürgergesellschaft.

 

 

 

Ulrich Klemm

Prof. Dr. Ulrich Klemm ist Hochschullehrer im Bereich lebenslanges Lernen und Erwachsenenbildung an der Universität Augsburg. Zuvor arbeitete er von 1984 bis 2004 als Fachbereichsleiter für regionale Erwachsenenbildung an der Volkshochschule Ulm. Seit 2004 ist Prof. Dr. Klemm darüber hinaus selbstständig als Unternehmensberater und Verleger tätig. Wir sprachen mit ihm über Erwachsenenbildung in der Bürgergesellschaft.