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Theorie

Keine Praxis ohne Theorie. Aber gute Theorien für politische Bildungsarbeit? An dieser Stelle finden Sie verschiedene Beiträge, die sich mit dem theoretischen Hintergrund von politischer Bildung und Netzwerkarbeit beschäftigen.

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Sport - Politik - Bildung
Geschrieben von Christian Fey   
Montag, 31. Mai 2010

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© R.B. /pixelio
Am 24.06.1995, 14 Monate nach den ersten freien Wahlen und dem Ende der Politik der Apartheid, gewann das südafrikanische Rugbynationalteam in Johannesburg mit 15 zu 12 gegen das Team aus Neuseeland und feierte damit den größten Triumph der Teamgeschichte - den Gewinn der Rugby-Weltmeisterschaft. Der Pokal wurde der fast ausschließlich aus Weißen bestehenden Mannschaft durch den erst wenige Monate zuvor gewählten Präsidenten Nelson Mandela überreicht. Er trug während der Zeremonie das Ersatztrikot des Mannschaftskapitäns Francois Pienaar und zeigte damit seine Identifikation und Unterstützung für eine Mannschaft, der der schwarze Teil der südafrikanischen Nation traditionell ablehnend bis feindselig gegenüber stand. Nur ein einziger schwarzer Spieler hatte es überhaupt geschafft, in den Kader des Nationalteams zu gelangen.

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Game Based (Political?) Learning
Geschrieben von Christian Fey   
Dienstag, 11. Mai 2010
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© Dieter Schütz / pixelio

Spiel oder zumindest Elemente des Spiels zu Bildungs- und Lehrzwecken einzusetzen, hat eine lange historische Tradition in Philosophie und Pädagogik. Schon Platon sah das „erzwungene Lernen" der Jugendzeit als problematisch an und zitierte seinen Lehrmeister Sokrates: „...In einer Seele ist keine erzwungen beigebrachte Kenntnis von Dauer. Nicht also erzwungen, mein Bester, sprach ich, erziehe die jungen Leute in den erwähnten Lehrgegenständen, sondern spielend, damit du auch eher imstande bist, zu beobachten, wofür ein jeder geboren ist!". Die Funktionen und der Wert, der dem Spiel für das Lernen und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zugesprochen wurde, variieren.
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Streitkultur – über Kontroversität in der politischen Bildung
Geschrieben von Christian Fey   
Dienstag, 4. Mai 2010

2010_kursiv_streitkultur_titel.jpgSpätestens seit dem Beutelsbacher Konsens von 1976 gehört es zu den selbst gesteckten Zielen der politischen Bildung, Streitkultur zu pflegen und zu fördern. Zur Erinnerung: Im Beutelsbacher Konsens werden drei Richtlinien formuliert, die zugleich einen Status als kleinster gemeinsamer Nenner und ebenso auch als Qualitätsmerkmal von politischer Bildung für sich beanspruchen. Neben der Forderung, die Adressaten politischer Bildung nicht zur Übernahme einer vorgefassten Meinung hin zu manipulieren und der didaktischen Zielsetzung, sie in die Lage zu versetzen, ihre eigenen Interessen und die vorgefundene politische Lage in Bezug zueinander zu setzen, erklärten die Protagonisten des Beutelsbacher Konsens auch das sog. „Kontroversitätsprinzip“ zum Leitkriterium professioneller politischer Bildung. Das Kontroversitätsprinzip wurde im Beutelsbacher Konsens wie folgt auf den Punkt gebracht: „Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muß auch im Unterricht kontrovers erscheinen“.

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Kinderrechte – zur Volljährigkeit
Geschrieben von Christian Fey   
Mittwoch, 17. März 2010

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© Stephanie Hofschlaeger / pixelio
Das Netzwerk Politische Bildung Bayern hat sich in den vergangen Jahren wiederholt in Artikeln, Berichten und Rezensionen dem Fragen- bzw. Themenkomplex der politischen Bildung von Kindern gewidmet. Ausgehend von den inhaltlichen Fixierungen der Kinderrechtskonvention (KRK),  die in Deutschland in diesem Jahr ihren 18. Geburtstag feiert, wurden Bezüge und Konvergenzen in Theorie und Praxis zu wichtigen Themen der politischen Bildung aufgezeigt. Dies geschah vor allem im Rahmen unserer Themenrubrik „Von Anfang an". Für die politische Bildung - vor allem wenn sie einem weiten Selbstverständnis folgt - stellt der Begriff oder auch das Prinzip der Partizipation einen herausragenden Leitbegriff dar - ein Begriff der auch das Selbstverständnis des Netzwerks Politische Bildung Bayern prägt.

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Lernen und Erinnern
Geschrieben von Christian Fey   
Dienstag, 16. Februar 2010

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KZ-Gedenkstätte Dachau gespiegelt im Fenster
© VGMeril/ pixelio
Am 25.01.2009 unterzeichneten die Präsidenten der Internationalen Häftlingskomitees der NS-Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos ein Dokument , in dem sie die Staatengemeinschaft zur Bewahrung und Förderung der Erinnerung an die Verbrechen der NS-Diktatur auffordert. Die Unterzeichner erklären im Wortlaut: „Die letzten Augenzeugen wenden sich an Deutschland, an alle europäischen Staaten und die internationale Gemeinschaft, die menschliche Gabe der Erinnerung und des Gedenkens auch in der Zukunft zu bewahren und zu würdigen. Wir bitten die jungen Menschen, unseren Kampf gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen, eine Welt, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus keinen Platz haben sollen. Dies sei unser Vermächtnis."

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Helden der Zeit - Friedliche Revolution 1989
Geschrieben von Irina Schumacher   
Sonntag, 11. Oktober 2009

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© Thomas Nestke/ pixelio
„Wir sind das Volk!“ Dieser Satz steht für den Mut, die Überwindung eigener Angst vor Verfolgung und Bestrafung, die Entschlossenheit der Menschen in Leipzig im Herbst 1989. Es kam zu keiner gewalttätigen Auseinandersetzung an diesem Tag im Oktober 1989, trotz allerlei Befürchtungen, Vorbereitungen und Gerüchte, zum Teil eingestreut durch die SED, um Angst zu verbreiten und um die Menschenmassen, die unaufhaltsam in Leipzig vor die Nikolaikirche zusammenkamen, aufzuhalten. Alle Versuche die Menschen ruhig zu stellen scheiterten. Die Stimme des Volkes und ihre Entschlossenheit war unüberwindbar. Bereits am 29. September 1989 versuchte die Leipziger Volkszeitung im Auftrag der SED gegen die Friedensgebete Stimmung zu machen. Die Gerüchte über die chinesische Lösung machten schnell die Runde und Menschen bekamen Angst. Die friedlichen Demonstrationen in China wurden mit militärischer Gewalt niedergeschlagen, Panzer überrollten den Platz des Himmlischen Friedens noch im Sommer des gleichen Jahres.

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Bundespräsident und Bundesversammlung
Geschrieben von Martina Mobley   
Mittwoch, 20. Mai 2009

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Schloss Bellevue
© Birgit / pixelio
Was haben Ottfried Fischer, Charlotte Knobloch, Doris Schröder-Köpf und Jasmin Tabatabai gemeinsam? Sie alle werden am 23. Mai die Bundespräsidentin / den Bundespräsidenten wählen.
Dabei gehören sie weder dem Bundestag noch dem Bundesrat an (eine anscheinend in der Öffentlichkeit verbreitete Ansicht darüber, wer den/ die Bundespräsidenten/-in wählt). Auch eine Kombination aus beiden Gremien (auch häufiger die erste Eingebung dazu) bildet nicht das Gremium, das dafür zuständig ist.
Die vier bilden einen Teil der 1224 Mitglieder der 13. Bundesversammlung.
Der Bundespräsident/ die Bundespräsidentin wird von der Bundesversammlung gewählt.

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60 Jahre Grundgesetz - Teil 2
Geschrieben von Christian Fey   
Dienstag, 19. Mai 2009

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© Stephanie Hofschlaeger / pixelio
Warum gibt es eigentlich Staaten? Warum schließen sich Menschen überhaupt zu Gemeinschaften zusammen und warum geben sich diese Gemeinschaften Regeln, Ordnungen und Strukturen - z.B. in Form einer Verfassung? Für diese Fragen gibt und gab es innerhalb der Disziplin der politischen Theorie unterschiedliche Antworten.
Teil 2 des Artikels "60 Jahre Grundgesetz". Teil 1

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