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Geschrieben von Florian M. Wenzel
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Dienstag, 13. November 2007 |
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Das gesamte Projektteam des Netzwerkes
Politische Bildung Bayern zog sich im November 2007 zu einer zweitägigen
internen Klausur in die Evangelische Akademie Tutzing
zurück. Mit methodischer Begleitung durch Florian Wenzel und Christian Boeser
wurden Impulse zur Teamentwicklung gegeben und Rahmenplanungen für das Jahr
2008 vorgenommen.
Der momentane Stand des in der Entstehung befindlichen
Bayern-Netzwerkes wurde aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet und
insbesondere Fragen der mittel- und langfristigen Zielperspektive des
Vernetzungsprozesses diskutiert. Festgehalten wurde, dass Vernetzung ein dauerhaftes
„auf-dem-Weg-sein“ bedeutet, das durch Impulse immer wieder angeschoben werden
kann, aber kein Ziel im Sinne des „Abgeschlossen-Seins“ hat. Vielmehr bilden
sich im Verlauf der Vernetzung eigenständige Kooperationen und Initiativen
heraus. Als Beispiel dafür wurde die Struktur von CoActive
diskutiert, das als Bildungsanbieter durch das Netzwerk entstanden ist und nun
eigenständig weiter agiert.
Der Vernetzungsprozess wird hinsichtlich seines Mehrwertes
für politische Bildung in Bayern im Rahmen einer Dissertation auch
wissenschaftlich begleitet. Das Konzept einer „partizipativen und
demokratischen Evaluation“ wurde als
angemessene Vorgehensweise für diesen Prozess vorgestellt.
Im Bezug auf die Planungen 2008 für die Vernetzung
politische Bildung in Bayern wurde die Notwendigkeit regionaler sowie
bayernweiter Präsenzveranstaltungen deutlich, da Vernetzung dadurch lebendig
und sozial fassbar wird. Das erste Bayernforum 2008, das am 23. April 2008 in
Nürnberg statt finden wird, ist dabei ein entscheidender Kristallisationspunkt.
Er ergänzt Homepage und Datenbanken, die weiter ausgebaut werden und gezielt
für eine flächendeckende Erfassung und Nutzung bestehender Institutionen,
Referenten und Projekte in Bayern sorgen sowie wöchentlich aktualisierte
Meldungen rund um politische Bildung enthalten.
Daneben wurden für 2008 Bildungsveranstaltungen in den
unterschiedlichen bayerischen Bezirken geplant, die eine stufenweise personen-
und institutionenbezogene regionale Einbindung und Vernetzung ermöglichen
werden. Schließlich werden Themenschwerpunkte aktuelle Anknüpfungspunkte für
politische Bildner geben. Informationsportale sowie methodische Bausteine sind
in diesem Bereich Service und Anstoß des Netzwerk-Teams, um zu weiteren
eigenständigen Aktivitäten anzuregen.
Gebündelt werden diese Aktivitäten durch eine wesentlich
ausgebaute Öffentlichkeitsarbeit, um das Netzwerk in Bildungsbereich, Gesellschaft
und Politik bekannt zu machen und als „Marke“ zu etablieren.
Die Komplexität eines Vernetzungsprozesses bedingt, dass
auch die Arbeitsprozesse des Projektteams nicht nur linear und hierarchisch
geordnet werden können. Ein hohes Maß an Identifikation, flexibler
Aufgabenübernahme und gegenseitigem Vertrauen sind notwendig. Durch die
Reflexion der Motivationen und Visionen sowie des Rollenverständnisses der
Teilnehmenden wurde der Teamentwicklung auf der Klausur breiter Raum
eingeräumt. Das Verständnis von Leitung und Kooperation wurde ausführlich
betrachtet – hier wurde deutlich, wie eng die Art der Projektsteuerung mit dem
bayernweiten Vernetzungsprozess selber verknüpft ist: Professionelle
Kommunikationskanäle sind entscheidend für Eigenmotivation und inhaltlichen
Erfolg. Es wurden deshalb für die identifizierten Aufgaben 2008 motivationsbasierte
Verantwortlichkeiten im Projektteam definiert sowie jeweils quantitative
Meilensteine zur Einschätzung des Erfolgs des Vernetzungsprozesses aufgestellt.
Die
Klausur 2007 fand in angemessenem Rahmen in der evangelischen Akademie Tutzing
statt. Im Abstand war eine „Entschleunigung“ von den zahlreichen
Projektaufgaben des Alltags möglich und gleichzeitig wurden durch
grundsätzliche Visionen und intensive Planung große Motivation und
Arbeitsschwung geschaffen.
Wir freuen uns auf die Herausforderungen in 2008 und
die weitere gute Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für
politische Bildungsarbeit!
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