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Am Samstag, den 16. Februar 2008 wurde im Augsburger Rathaus
die Ausstellung Rechtsradikalismus in
Bayern eröffnet. Die Ausstellung wird vom Bildungs- und Schulreferat
Augsburg und dem Bayern Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltet.
Die Ziele und Erwartungen an diese Ausstellung
beziehen sich auf die Aufklärung über Symbole, Parteien und das Wirken der
rechtsradikalen Szene. Darüber hinaus wird über Präventionsarbeit informiert.
Zusätzlich zur Ausstellung wurde von der Projektleiterin Frau Unglert und
Projektmitarbeiterin Frau Mayer von der Universität Augsburg ein umfassendes Rahmenprogramm
konzipiert, das zahlreiche Vorträge, Seminare für Lehrer und Schüler und ein
Theaterstück der Augsburger Puppenkiste anbietet.
Zahlreiche lokale Politiker und Vertreter der Bildung waren zur
Ausstellungseröffnung erschienen.
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Sieghard Schramm
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Zur Begrüßung sprach der Augsburger Bildungs-
und Schulreferent Sieghard Schramm. In seiner Rede betonte er die Bedeutung der
politischen Bildungsarbeit zum Zweck der Aufklärung über Rechtsradikalismus. Mit
den Sätzen der Weißen Rose: „Jeder ist
verantwortlich für das was er geschehen lässt", hob er das bürgerliche
Engagement bei der Bekämpfung von rechtsradikalem Gedankengut hervor.
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Heinz Paula
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Anschließend sprach Heinz Paula vom Augsburger Bündnis für Menschenwürde und stellte die bisherigen Projekte in Augsburger Schulen zum
Thema Rechtsradikalismus und Drittes Reich vor. Die historische Aufarbeitung
des Themas und Aufklärung durch Zeitzeugenberichte, schulische Projekte und
Ausstellungen tragen im Wesentlichen zur Aufklärung bei und sind in der
Bildungsarbeit unverzichtbar, so Paula.
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Horst Schmidt
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Horst Schmidt von der Friedrich-Ebert-Stiftung erläuterte,
wie das Projekt aufgrund von Dokumentenanalyse und Auswertung von Zeitungsberichten
über rechtsradikale Vorfälle in Bayern entstanden ist. Beeindruckend schilderte
er von rechtsradikalen Vorfällen in Bayern und wie subtil Vorurteile in der Mitte
der Gesellschaft bestehen.
Genau an dieser Stelle setzt die Ausstellung an und klärt auf den fünfzehn
Ausstellungstafeln über verdeckte Zeichen auf Kleidungsstücken, in Musiktexten
und im Internet auf. Sie macht auf die Vielfalt und subtile Arbeit der rechten
Szene aufmerksam, die nicht mehr an Bomberjacken, kahlrasierten Köpfen oder
Springerstiefeln zu erkennen ist, sondern bewusst auf rechtsradikale Vertreter
mit Schlips und Anzug setzt um neue Anhänger zu gewinnen.
Die Ausstellung gastiert noch bis zum 28. Februar 2008 im
Augsburger Rathaus.
Weitere Ausstellungsorte und Termine in Bayern
Eine Auswahl:
Nürnberg
25.02. - 13.03.08 Neues Gymnasium Nürnberg
Erlangen
17.03. - 11.04.08 Landratsamt/Gymnasium
Moosbach
06.04. - 14.04.08 Rathaus
Straubing 03.04.
-08.05.08 Stadtbibliothek
Landau 01.04.
- 07.05.08 Gymnasium Landau a. Isar
Nürnberg
01.05. - 31.07.08 Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Dachau
21.07. 25.07.08. Effner-Gymnasium
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