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Der Verein für interkulturelle Arbeit (VIA) Bayern und das Projekt LIDIA haben in Kooperation mit IQM - Institut interkulturelle Qualitätsentwicklung München eine Broschüre zu interkultureller Öffnung erarbeitet.
Entstehung
Die Forderung nach einer interkulturellen Öffnung von Einrichtungen
entstand in den 80er Jahren vor allem in der Sozialen Arbeit. Die
Gesellschaft war vielfältiger geworden. Insbesondere die Zuwanderung
von Menschen anderer Herkunft bedeutete für deutsche Institutionen neue
Herausforderungen. Die sozialen Dienste erreichten diese Menschen
häufig nicht, weil unterschiedliche Barrieren den Zugang verhinderten.
Das Gebot der Chancengleichheit und der sozialen Gerechtigkeit gab aber
den Anspruch vor, für alle Einwohnerinnen und Einwohner Unterstützung
und Hilfe anzubieten. Ein neues Handeln in veränderten Strukturen wurde
erforderlich.
Der Prozess der interkulturellen Öffnung bringt viele Vorteile: erhöhte
Kundinnen- und Kunden- bzw. Nutzerorientierung, höhere Kreativität
durch die Einbeziehung vielfältiger Sichtweisen, die Bindung von
Beschäftigten sowie die Schaffung einer produktiven Gesamtatmosphäre
können positive Effekte sein.
Erfolgsfaktoren
Folgende Faktoren sind wichtig für das Gelingen interkultureller Öffnung:
Aktueller Bezug
Die Europäische Kommission hat 2008 als Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen ausgerufen.
Inzwischen existiert eine eigene Website
dazu, auf der zahlreiche Projekte und Aktionen auf europäischer Ebene
dargestellt sind. Die Aktivitäten in Deutschland werden von der
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege gebündelt und übersichtlich dargestellt
In Hinblick auf interkulturelle Öffnung wird deutlich, dass
pädagogische Maßnahmen zur Sensibilisierung und individuellen
Einstellungs- und Verhaltensänderung allein nicht ausreichen, sondern
auch strukturelle Veränderungen nötig sind.
Auf deutscher Seite wird dies auch durch die Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie in das deutsche Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verankert,
das Interkulturalität unter dem Vorzeichen von Diskriminierung sehr
weit versteht und im öffentlichen wie betrieblichen Bereich Vielfalt
umfassend sichern und verankern möchte.
Mit den zwei Rahmen des europäischen Jahres des Dialoges zwischen den
Kulturen und der gesetzlichen Verankerung von Gleichbehandlung in
Deutschland hat politische Bildung in diesem Jahr eine gute Basis,
einen aktiven Beitrag zur Integration in Deutschland zu leisten und
diesen auch hinsichtlich institutioneller Konsequenzen weiter zu denken.
Broschüre Interkulturelle Öffnung
Die
Broschüre (DIN A5, 12 S.) fasst in verständlicher Form die wesentlichen
Inhalte zum Prozess der interkulturellen Öffnung zusammen, beschreibt
Hintergründe und Umsetzungsmöglichkeiten sowie praktische Beispiele.
Hier können Sie die Broschüre Interkulturelle Öffnung(136.79 Kb) komplett als PDF herunterladen.
Wenn Sie Druckexemplare der Broschüre benötigen, gehen Sie bitte auf folgenden Link: http://www.lidia-bayern.de/index.html
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Hintergrund:
LIDIA war bis 2007 ein Projekt im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft MigraNet (www.migranet.org ). Die Broschüre wurde gefördert durch den ESF im Programm EQUAL und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
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Jakob Ruster ist Projektleiter von LIDIA
Kontakt:
E-Mail:
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Telefon: 089/4190 2728
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