Netzwerk politische Bildung Bayern
   
Aktuelle Beiträge
Termine
Best Practice
Projekte
Schulprojekte
Methoden
Theorie
Rezensionen
Links
Beteiligen Sie sich
Beitrag verfassen
Interview mit DI. Alexander Banfield-Mumb von PoliPedia.at Drucken E-Mail
Geschrieben von Irina Schumacher   
Dienstag, 6. Mai 2008

banfield-mumb.jpg Das österreichische PoliPedia.at ist ein Projekt, das aus der Zusammenarbeit des Demokratiezentrums Wien und dem ICT&S Center der Universität Salzburg entstanden ist. Das Ziel dieses Projektes ist es, junge Menschen nicht nur für Demokratie zu begeistern, sondern sie partizipativ in die politische Bildung einzubeziehen. PoliPedia.at bietet dazu eine Internetplattform, die Jugendliche selbständig gestalten und aktiv nutzen können. Die Idee ist es, mittels eines multimedialen kollaborativen Lehrbuchs im Internet (Wikis, Blogs, Foren, Videoclips, etc.) Jugendlichen Wissen über demokratische und politische Inhalte zu vermitteln. Dabei werden mit einer Jugendgruppe diverse Materialen und Wissensbausteine erarbeitet. Die Wissensvermittlung erfolgt also auf gleicher Ebene, von peer-to-peer mit Hilfe eines modernen Mediums. Wir haben mit DI Alexander Banfield-Mumb, Mitarbeiter bei PoliPedia , gesprochen.

Das Projekt setzt sich zum Ziel insbesondere Jugendliche anzusprechen. Wie machen Sie das?
Die Jugendlichen können sich partizipativ an der Erstellung der PoliPedia.at beteiligen. In Jugendgruppen werden angeleitet die Inhalte erstellt und Bausteine für die Seite erarbeitet. Dabei ist bedeutsam, dass die Jugendlichen miteinander ins Gespräch kommen und sich über politische Themen austauschen. Darüber hinaus stell t die Internetplattform mit Hilfe eines modernen Mediums eine attraktive Möglichkeit für Jugendlichedar, sich der Politik und Demokratie anzunähern.

Welche Erfahrungen machen Sie dabei mit Jugendlichen. Wie verläuft die inhaltliche Auseinandersetzung in der Jugendgruppe?
Die Unterschiede sind in den Altersgruppen zu sehen. Die Zielgruppe unseres Projektes sind Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren. Die jüngeren Teilnehmer sind dabei, erste Schritte in ihrer politischer Meinungsbildung zu tun und müssen erst mit der Diskussion über politische Themen ihre Erfahrungen machen. Im Vergleich dazu haben viele ältere Teilnehmer sich bereits mit politischen Themen auseinandergesetzt und können mit ihrem Wissen viel zur Erarbeitung von Wissensbausteinen beitragen.

Wie Sie bereits angesprochen haben, strebt das Projekt an, Jugendliche aus unterschiedlichen Altersgruppen anzusprechen. Was ist die Besonderheit bei dieser Aufgabe?
Es gibt sehr viele Projekte an den regulären Schulen, die politische Bildung aufgreifen und thematisieren. Wir streben es an, Politik begreifbar zu machen und zwar mit Hilfe des Internets, weil wir nicht nur SchülerInnen, sondern auch Azubis und Zivis ansprechen wollen. Dazu soll die Idee beitragen, dass Jugendliche politische Inhalte für Jugendliche aufbereiten. Die jungen Leute haben dafür ein besseres Gespür, wie die Themen ansprechend für die Zielgruppe aufbereitet werden können und vor allem welche Themen für die Jugendlichen relevant sind.
2008_logo_polipedia.jpg

Welche Herausforderungen sehen Sie in der Arbeit des Projektes PoliPedia.at?
Das Projekt steht noch in der Anfangsphase und es werden die ersten medialen Bausteine erstellt. Das Spannende ist dabei, zu sehen wie das Projekt sich nach und nach weiterentwickelt und vor allem welchen Ehrgeiz und welche Ideen die Jugendlichen beim erarbeiten der Themen entwickeln, wenn man ihnen den entsprechenden Freiraum dazu lässt. Der Zugang unseres Projekts ist besonders innovativ und bedarf aus diesem Grund neuer Erfahrungen.

Was motiviert Sie?
Eine besondere Motivation ist die Zusammenführung von zwei Aspekten: Nutzung von neuen ICTs (Information and Communication Technologies) für politische Bildung und Erhöhung der Partizipation unter Jugendlichen einerseits und Erarbeitung von Wissensbausteinen, Themen und Inhalten zusammen mit Jugendlichen andererseits. Die neuen digitalen Medien ermöglichen eine „Brücke" zu Jugendlichen bezüglich Demokratie, Partizipation und politischer Bildung aufzubauen.

Wie können Jugendliche PoliPedia.at nutzen?
Die Jugendlichen können sich zum einen über politische Inhalte auf PoliPedia.at informieren und zum anderen selbständig Artikel verfassen bzw. ergänzen. Das bedeutet, sie sind nicht nur bloße KonsumentInnen von Inhalten zur politischen Bildung, sondern zugleich auch deren ProduzentInnen. Darüber hinaus können sie sich über Beiträge virtuell austauschen oder Beiträge kommentieren. Weitere Tools wie z.B. Blogs, Foren und Videoclips ergänzen das Angebot von PoliPedia.at.

Wer sind die Kooperationspartner von PoliPedia.at?
Der Projektträger ist das Demokratiezentrum Wien unter der Leitung von Frau Mag. Gertraud Diendorfer und unser Kooperationspartner ist das ICT&S Center der Universität Salzburg. Das Projekt ist Bestandteil der Demokratie-Initiative der Bundesregierung Österreich, getragen vom Unterrichts- und Wissenschaftsministerium (www.entscheidendbistdu.at ).

Herr Banfield-Mumb, vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Irina Schumacher 

 
Anmeldung





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren

Klicken Sie auf Registrieren um sich ein Benutzerprofil anzulegen.

Themenportale
Von Anfang an

2008_anfangan_40_1.gifBeiträge zum Thema anzeigen
Interkulturelles Lernen 

2008_zweikoepfe_40.gifBeiträge zum Thema anzeigen
Wahlen 2008

2007_wahlen_40_1.gifBeiträge zum Thema anzeigen
Rundbrief

Abonnieren Sie unseren monatlichen E-Mail Rundbrief.






 
footer
Das Projekt "Politische-Bildung-Bayern" wird gefördert durch:
Bayerische Landeszentrale für politische BildungsarbeitUniversität Augsburg
© Politische-Bildung-Bayern.net