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„Open Reichstag“: Der YouTube-Kanal zur Bundestagswahl Drucken E-Mail
Geschrieben von: Martina Mobley   
Mittwoch, den 24. Juni 2009 um 19:22 Uhr
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Bürger fragen - Politikerinnen und Politiker antworten. Wenn Kommunikation zwischen diesen beiden Gruppen stattfindet, dann meistens in diese Richtung. Den entgegengesetzten Weg beschreitet der YouTube-Kanal „Open Reichstag", ein Gemeinschaftsprojekt von ZDF und YouTube. Seit 09. Juni stellt hier jede Woche ein Politiker eine Frage - und die Bürgerinnen und Bürger antworten, teilweise sehr ausführlich.

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Screenshot des YouTube-Kanals "Open Reichstag"

Als Erster stellte Jürgen Trittin seine Frage (Wohin mit dem Atommüll?), gefolgt von Rainer Brüderle (Welche Steuern sollen sinken?). Die meisten Antworten bekam bislang Gregor Gysi auf die Frage „Wie soll die Menschheit zusammenleben?". Inzwischen haben Politiker aller Bundestagsfraktionen ihre Frage gestellt. Ab 19. Juli wird der Kanal um die Rubrik „deine Meinung" erweitert. Hier werden prominente Paten des Projektes, zum Beispiel der langjährige MTV-Moderator Markus Kavka, kontroverse politische Themen zur Diskussion stellen.

 


Vom 09. August an wird die Rubrik „TV-Debatte" zugeschaltet und ab 16. September finden die User unter „Debatte, und nun?" die Höhepunkte aus den vorangegangenen Debatten zwischen Politikern und Wählern. Damit bietet sich sowohl festgelegten wie auch noch unentschlossenen Wählern eine Möglichkeit, sich kompakt über die jeweiligen Parteien und Programme zu informieren. Zudem werden die Ergebnisse des ZDF-Politbarometers eingebunden.

Ergänzt wird das Angebot durch Videobeiträge aus der regulären Wahlberichterstattung des ZDF.
Aber auch die Videobeiträge der User können Eingang ins Fernsehen finden. Ausgewählte Antworten auf die „Frage der Woche" werden jeweils in der Folgewoche im Programm des ZDF präsentiert. Wahlsondersendungen des Senders werden ebenfalls Videobeiträge aufgreifen.

„Open Reichstag" richtet sich vor allem - Format und Pate Markus Kavka lassen es vermuten - an junge Wählerinnen und Wähler. Dazu ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender: „Mit dem 'Open Reichstag'-Kanal auf YouTube bietet das ZDF den Wählern, Zuschauern und Internetnutzern neuartige und zusätzliche Möglichkeiten, sich politisch zu informieren und aktiv an der politischen Debatte teilzunehmen. Die interaktiven Möglichkeiten der Plattform und das ZDF-Programmangebot zu den Bundestagswahlen ergänzen und bereichern sich gegenseitig. Von der Verbindung profitieren Zuschauer, User und die politischen Akteure gleichermaßen. Wir hoffen, mit dem Angebot gerade auch bei Jungwählern das Interesse an der politischen Auseinandersetzung zu wecken."
Bisher sind es tatsächlich die Jungwähler, die auf „Open-Reichstag" anzuspringen scheinen.
Die meisten Antworten kommen, bislang, von jungen Männern.

 Den YouTube-Kanal „Open Reichstag" finden Sie hier

 
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