|
Vom 5. bis 7. Oktober 2007 fand in der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Babenhausen die didaktische Fortbildung Aktives Lernen mit Planspielen statt. Die große Nachfrage und die heterogene Teilnehmergruppe (LehrerInnen, StudentInnen, offene Jugendarbeit, Verbände) lassen erkennen, dass Planspiele in vielen Bereichen sinnvoll eingesetzt werden können.
Der erste Tag diente den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zunächst dazu, die innovative Methode Planspiel selbst zu erfahren. Dazu schlüpften sie in die Rolle verschiedener Parteien und erstellten ein Wahlprogramm für ein fiktives Land. Dadurch wurde das Interesse für diese Lernmethode geweckt.
Am zweiten Tag der Fortbildung lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch ein anderes Planspiel kennen, in dem unterschiedliche Interessensverbände darüber diskutierten, ob bzw. wo eine Moschee gebaut werden sollte.
Nach diesem praktischen und lebendigen Seminarteil stellten die beiden Referenten die Methode und ihre didaktischen Grundlagen auch theoretisch vor und gaben unter anderem anhand einer Checkliste zahlreiche hilfreiche Tipps für die Entwicklung, Modifikation und Durchführung von Planspielen.
Impressionen von der Fortbildung:
|
Ausgerüstet mit diesem Hintergrundwissen fanden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend in einzelnen Gruppen zusammen und entwickelten eigene Planspiele. Das Themenspektrum spiegelte dabei die heterogen zusammengesetzte Gruppe wider: So arbeiteten die Gruppen zu den Themen Erhöhung der Wahlmotivation bei Erstwählern, Situation der Asylbewerber in Deutschland, Kommunalpolitik im Allgemeinen, Tarifkonflikt sowie Organisation eines Festivals Konzepte aus. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde hierbei deutlich, wie viel Zeit und Sorgfalt in die Vorbereitung und Konzeption eines Planspiels investiert werden muss.
Nach der sehr intensiven Gruppenarbeitsphase konnten am letzten Seminartag bereits erste Planspiel-Konzepte vorgestellt werden. Diese wurden anschließend ausführlich diskutiert und eines sogar angespielt. Durch dieses praktische Antesten, das Feedback und die Tipps der Referenten sowie der gesamten Gruppe haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun eine solide Grundlage für die Weiterarbeit mit ihren Konzepten.
Die abschließende Bewertung des Fortbildungsseminars durch die Teilnehmer fiel äußerst positiv aus. Dabei wurden durch die Teilnehmer vor allem die intensive Arbeit, die Informationen und die Möglichkeit zur Entwicklung von Planspielen gelobt.
Zu der angenehmen Atmosphäre trugen neben den Referenten sicherlich auch die gemischte Gruppe und die gute Unterbringung und Verpflegung in der Jugendbildungsstätte Babenhausen einen großen Teil bei.
|
Das Seminar wurde geleitet von Simon Raiser und Björn Warkalla, planpolitik, Berlin.
Organisiert wurde die Fortbildungsveranstaltung vom Netzwerk Politische Bildung Bayern in Kooperation mit der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung, Dillingen und dem Stadtjugendring Augsburg.
Wenn Sie Interesse an einer Fortbildung zum Thema Planspiele haben, können Sie sich gerne
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
.
|
|