Freitag, 12 September 2014 00:00

Dokumentarfilm: Waffenlose Front - Die Bausoldaten in der DDR

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"Die Friedenstaube muss gepanzert sein"

50 Jahre nach dem Bausoldaten-Erlass zeigt dieser sehenswerte und künsterlisch schöner Film, wie präsent das Thema noch ist und informiert über ein problematisches Kapitel in der DDR-Geschichte.

 

 

Hier gelangen Sie zur Mediathek der ARD, wo Sie sich den Film in voller Länge ansehen können:

"Waffenlose Front - die Bausoldaten in der DDR"

 

grenze anja-semling pixelio

© Anja Semling /pixelio.de

Wie war eigentlich das Leben als Bürger in der DDR? Frank Rieger und Martin Schramm, beide in der DDR groß geworden, erzählen in diesem dreistünigen Podcast über ihre Leben, Erleben und ihre Erlebnisse. Produziert wurde der Podcast von Tim Pritlove, Produzent und Moderator des Chaosradio Express, der sich mit Gesellschaftlichen, politischen und technischen Themen beschäftigt.

Interessant ist der Podcast unter dem Titel "Es war nicht alles schlecht in der DDR", da er auf schwarz-weiß Darstellungen oder "Ostalgie" verzichtet, sondern beide Interviewten mit negativen und positiven Erlebnissen zu Wort kommen lässt und so ein Stück Zeitgeschichte dokumentiert. Es geht um Platzierungen im Restaurant, Motivation und Frustration, um Ausbildung und Studium in der DDR oder auch um "Anrufbeantworter aus Papier". Den Podcast runterladen oder online anhören können Sie hier .

Dienstag, 16 Februar 2010 00:00

Lernen und Erinnern

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Am 25.01.2009 unterzeichneten die Präsidenten der Internationalen Häftlingskomitees der NS-Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos ein Dokument , in dem sie die Staatengemeinschaft zur Bewahrung und Förderung der Erinnerung an die Verbrechen der NS-Diktatur auffordert. Die Unterzeichner erklären im Wortlaut: „Die letzten Augenzeugen wenden sich an Deutschland, an alle europäischen Staaten und die internationale Gemeinschaft, die menschliche Gabe der Erinnerung und des Gedenkens auch in der Zukunft zu bewahren und zu würdigen. Wir bitten die jungen Menschen, unseren Kampf gegen die Nazi-Ideologie und für eine gerechte, friedliche und tolerante Welt fortzuführen, eine Welt, in der Antisemitismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus keinen Platz haben sollen. Dies sei unser Vermächtnis."

KZ-Gedenkstätte Dachau gespiegelt im Fenster
© VGMeril/ pixelio

smilyjay jeanette dobrinth

© Jeanette Dobrindt / pixelio

"Gedenkstätten sind Orte gemeinsamen Lernens und Gedenkens sowie der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Erinnerungskulturen", so formulieren es Annegret Ehmann und Hans-Fred Rathenow. Damit sie allerdings auch beim Besuch mit Schulklassen oder anderen Gruppen zu besonderen Orten werden können, braucht es eine Einbettung des Besuchs. Eine Vor- und Nachbereitung sollte selbstverständlich sein. Das geschieht allerdings nicht immer, sodass Gedenkstättenmitarbeiter oftmals mit absolut unvorbereiteten Gruppen fertig werden müssen. Deshalb möchte dieser Artikel einerseits schildern, was es vor dem Besuch einer Gedenkstätte unbedingt abzuklären gilt und andererseits Beispiele nennen, wie eine Bearbeitung des Besuchs im Vorfeld und Nachhinein aussehen kann.

zug-der-erinnerung

Der Zug der Erinnerung, ein Projekt deutscher Bürgerinitiativen, will den letzten Weg Hunderttausender Kinder und Jugendlicher in die Konzentrations- und Vernichtungslager des NS-Regimes ins Gedächtnis rufen. Die Ausstellung als mobile Gedenkstätte, zeigt das Unrecht dort, wo es auch damals für die Menschen sichtbar war und an einem für uns alltäglichen Ort: an den Bahnhöfen, die damals Ort der Deportation waren. Der Zug der Erinnerung fährt noch bis zum 20. Mai verschiedene bayerische Bahnhöfe an, bis Sonntag, den 3. Mai, ist die Ausstellung im Hauptbahnhof München zu sehen.

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Vier junge Italiener aus Turin haben vor knapp einem Jahr die Videodatenbank der Erinnerungen im Web gestartet, als Non-Profit-Projekt, die „banca della memoria". Ein eventueller Gewinn wird sozialen Institutionen zugeführt, zu gleichen Teilen an benachteiligte Kinder und an Senioren, welche Unterstützung benötigen.

Menschen ab 65 Jahren aufwärts erzählen ein bis zwei Anekdoten bzw. Tatsachenberichte aus der Vergangenheit in der Länge von ca.5 Minuten und diese Clips werden in das Netz gestellt, nach Themen und Schlagworten (Tags) geordnet. Die älteren Menschen sollen wieder den Platz in der Gesellschaft einnehmen, der ihnen zusteht, als Besitzer der Weisheit und der Lebenserfahrung. Speziell sind diese Clips für die Jugend gedacht, auch in Schulen und Universitäten, damit diese Erinnerungen nicht verloren gehen.