Dienstag, 09 August 2011 00:00

Afghanistan: Friedenserziehung in einem zerstörten Land

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Im Rahmen der Artikelserie zur Politischen Bildung im internationalen Kontext wird an dieser Stelle Afghanistan thematisiert.

2. Beitrag der Reihe: Der Wiederaufbau des afghanischen Bildungssystems, berichtet von Jamie Walker, „Peace Education Advisor". Im Rahmen des „Basic Education Program for Afghanistan" (BEPA) war sie vor Ort mit unterschiedlichen Maßnahmen daran beteiligt, Afghanistan auf eine Zeit vorzubereiten, in der es nicht mehr auf internationale Unterstützung angewiesen ist. Dabei fand sie ein von Krieg und Unruhe zerschlissenes Bildungssystem vor.

Im Rahmen der Artikelserie zur Politischen Bildung im internationalen Kontext wird an dieser Stelle der Kosovo thematisiert.

1. Beitrag der Reihe: Die gespaltene politische Einflussnahme auf die Wahrnehmung der Geschichte im kosovarischen Bildungssystem. Die Bestrebungen des Kosovo, einen autonomen Staat zu bilden, sind mit bitteren Konflikten behaftet. Seit 2008 beansprucht das kosovarische Parlament die territoriale Unabhängigkeit von Serbien, wird jedoch international nur von weniger als der Hälfte der UN-Mitgliedsstaaten anerkannt. Die Sicht auf diesen Konflikt und die inneren Spannungen im Land zwischen der Bevölkerung serbischen und albanischen Ursprungs verdeutlicht sich durch den Umgang mit der Geschichte von offizieller Seite und den damit verbundenen Geschichtsbüchern. Diesen kommt im Kontext mit politischer Bildung eine meinungsbildende und prägende Rolle zu und haben daher eine besondere Bedeutung. Die kosovarischen Schulbüchern und deren Wirkung wurden von Lulzim Dragidella dargestellt.


Dienstag, 10 Mai 2011 00:00

Politische Vergangenheit und Zukunft Europas

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Am Anfang stand eine Vision. Winston Churchills Vision der „Vereinigten Staaten von Europa", die er 1946 - nur ein Jahr nach dem Ende des verheerendsten und gewaltsamsten Kriegs der Geschichte - verkündete. Wahrscheinlich lässt sich der Grundstein der Europäischen Union in der Sondersituation finden, die sich nach dem zweiten Weltkrieg auftat. In Europa formte sich der Wunsch nach Selbstverständnis, Sicherheit und Friede, Freiheit und Mobilität, sowie die Hoffnung auf wirtschaftlichen Wohlstand. So gestaltete sich eine Zukunftsorientierung, bei der die Erfahrungen der Vergangenheit eine entscheidende Rolle spielten. Die ersten Schritte in Richtung vereintes Europa waren die Gründung der OEEC 1948 und des Europarates 1949. Und so nahm die Entwicklung Europas ihren Lauf.

Dienstag, 15 März 2011 00:00

Der Generationenvertrag als politische Herausforderung

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Man ist es gewohnt, dass gerechnet und mit Zahlen hantiert wird, wenn in den Medien über das deutsche Rentensystem und dessen Zukunft geredet wird. Die demographische Entwicklung Deutschlands (Geburten- und Sterberate, Lebenserwartung, Zu- bzw. Abwanderungsrate), die Brüchigkeit der Erwerbsbiographien und das Problem der Altersarbeitslosigkeit, die Finanzkrise, die Kosten der Pflege- und Gesundheitsversicherungen - all diese Themen werden wiederholt bearbeitet. Nicht immer aber häufig werden dabei besonders vor den Augen derer, die heute in die "Rentenkasse" einzahlen, diever Bedrohungsszenarien gemalt. Wie geht es weiter mit dem deutschen sozialstaatlichen System der Rentenversicherung? Das ist eine Frage, die sich immer drängender stellt. Dass es sich bei dieser Frage aber nicht nur um eine quasi "betriebswirtschaftliche" bzw. finanzwirtschaftliche Fragestellung handelt, sondern um eine politische Fragestellung erster Güte, dies soll dieser Beitrag veranschaulichen.

Maren Beßler / pixelio.de

Donnerstag, 10 März 2011 00:00

Satire in der politischen Bildung - eine Einführung

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Politische Bildung beschäftigt sich seit jeher mit der Frage des Vermittlungszusammenhangs von Inhalten und Kompetenzen, die für ihren Themenkreis relevant sind. Was sich einerseits klassisch als Frage der pädagogisch-didaktische Situation verstehen lässt (Lerninhalt, Lehrender, Rezipient), lässt sich auch unter eher konstruktivistischer Perspektive als Frage der Anknüpfungs- und Anschlussfähigkeit einer "Lernsituation" zur Erweiterung von Kenntnissen und Kompetenzen denken.

 

Sonntag, 20 Februar 2011 00:00

Politikdistanz - Wenn politisches Interesse verebbt

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© Ingo Neumann

Ein großes Problem unserer Zeit und der Demokratie, in der wir leben, ist nach Meinung vieler verschiedener Akteure die Politikverdrossenheit der Bürgerinnen und Bürger und besonders der jungen Generation. Es gibt vielerlei Ansätze dieses Phänomen zu beschreiben, zu erklären und zu verstehen, sowie angemessene Konzepte zu entwickeln, die helfen sollen das Problem zu bekämpfen. Worin die Ursachen dafür bestehen, dass sich Bürger und Bürgerinnen von Politik distanzieren und was dagegen unternommen wird lesen Sie hier.

Anfang Februar wurden die Ergebnisse der aktuell größten Deutschen Parlamentarierstudie veröffentlicht. Befragt wurden etwa 2000 Abgeordnete sowohl aus dem Bundestag und den Länderparlamenten, als auch der größten deutschen Städte. Das Ergebnis: Die Abgeordneten wollen vieles ändern und setzen beim gesellschaftlichen Wandel insbesondere auf den einzelnen Bürger und dessen Initiative. Damit einher geht ein klares Plädoyer für eine bessere Information der Bürger.

© Marion Gonnermann / pixelio.de

Von Bürgerinitiativen hört und liest man in den Medien regelmäßig, egal ob es um Themen, wie Umwelt, Stadtumbau, Bildung oder Kultur geht.
Was kennzeichnet eine Bürgerinitiative, welche Ziele verfolgen sie und wie arbeiten sie? Demokratiepolitisch ist es erwünscht, dass der Bürger die „Initiative" ergreift. Bürgerinitiativen sind aber eher „Reaktionen" als „Initiativen": Die Bürger reagieren auf öffentliche Planungen, auf (kommunal-) politische Handlungen oder Unterlassungen, oftmals in Form einer Bürgerinitiative.

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Donnerstag, 25 November 2010 00:00

Der Zensus 2011 - die "Inventur" Deutschlands

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Wenn wir heute einkaufen gehen, schauen wir für gewöhnlich in unseren Kühlschrank, welche Lebensmittel noch vorhanden sind oder noch gebraucht werden, um somit nicht unnötig Geld zu verschwenden. Ähnliches hat Deutschland nun auch vor und möchte 2011 eine Volkszählung durchführen. Der Haken an der Sache ist nur, dass es der Staat nicht mit Lebensmitteln zu tun hat, welche sich im Regelfall nicht wehren, sonder mit seinen Bürgern, die bei diesem Thema bereits in der  Vergangenheit eher abwehrend reagiert haben.

  © Rike / pixelio.de

Donnerstag, 25 November 2010 00:00

Wie verhält man sich demokratisch?

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Dieser Frage wird seit Jahren unter dem Titel „Demokratiekompetenzen" von nationaler und internationaler Seite nachgegangen, so dass sich inzwischen eine lebendige Diskussion um dieses Thema etabliert hat. Der Hauptgrund für die internationalen Ansätze liegt im gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Wandel hin zur „Wissensgesellschaft", ein Umbruch, der es notwendig macht, zivilgesellschaftlich-demokratische Kompetenzen zu fördern. Im folgenden sollen in Kürze zwei Ansätze, die im europäischen Kontext auf internationaler Ebene eine wichtige Rolle spielen, umrissen werden.