Mittwoch, 15 September 2010 00:00

E-Demokratie

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„Haben Sie heute schon gewählt?“ Die Nachrichten des Tages, die gerade verfasste Email oder der Wetterbericht
für die nächsten drei Tage verschwinden hinter dem aufspringenden Fenster. Eine elektronische Abstimmung vom heimischen Computer bleibt bezüglich wichtiger demokratischer Wahlen in Deutschland wohl nur ein Gedankenexperiment. Welche Möglichkeiten aber bietetder technologischen Fortschritt einer demokratischen Gesellschaft hinsichtlich des Regierens und der Teilhabe?

© Margot kessler / pixelio.de

Montag, 31 Mai 2010 00:00

Sport - Politik - Bildung

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Am 24.06.1995, 14 Monate nach den ersten freien Wahlen und dem Ende der Politik der Apartheid, gewann das südafrikanische Rugbynationalteam in Johannesburg mit 15 zu 12 gegen das Team aus Neuseeland und feierte damit den größten Triumph der Teamgeschichte - den Gewinn der Rugby-Weltmeisterschaft. Der Pokal wurde der fast ausschließlich aus Weißen bestehenden Mannschaft durch den erst wenige Monate zuvor gewählten Präsidenten Nelson Mandela überreicht. Er trug während der Zeremonie das Ersatztrikot des Mannschaftskapitäns Francois Pienaar und zeigte damit seine Identifikation und Unterstützung für eine Mannschaft, der der schwarze Teil der südafrikanischen Nation traditionell ablehnend bis feindselig gegenüber stand. Nur ein einziger schwarzer Spieler hatte es überhaupt geschafft, in den Kader des Nationalteams zu gelangen.

© R.B. /pixelio

Dienstag, 11 Mai 2010 00:00

Game Based (Political?) Learning

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Spiel oder zumindest Elemente des Spiels zu Bildungs- und Lehrzwecken einzusetzen, hat eine lange historische Tradition in Philosophie und Pädagogik. Schon Platon sah das „erzwungene Lernen" der Jugendzeit als problematisch an und zitierte seinen Lehrmeister Sokrates: „...In einer Seele ist keine erzwungen beigebrachte Kenntnis von Dauer. Nicht also erzwungen, mein Bester, sprach ich, erziehe die jungen Leute in den erwähnten Lehrgegenständen, sondern spielend, damit du auch eher imstande bist, zu beobachten, wofür ein jeder geboren ist!". Die Funktionen und der Wert, der dem Spiel für das Lernen und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zugesprochen wurde, variieren.

© Dieter Schütz / pixelio

Spätestens seit dem Beutelsbacher Konsens von 1976 gehört es zu den selbst gesteckten Zielen der politischen Bildung, Streitkultur zu pflegen und zu fördern. Zur Erinnerung: Im Beutelsbacher Konsens werden drei Richtlinien formuliert, die zugleich einen Status als kleinster gemeinsamer Nenner und ebenso auch als Qualitätsmerkmal von politischer Bildung für sich beanspruchen. Neben der Forderung, die Adressaten politischer Bildung nicht zur Übernahme einer vorgefassten Meinung hin zu manipulieren und der didaktischen Zielsetzung, sie in die Lage zu versetzen, ihre eigenen Interessen und die vorgefundene politische Lage in Bezug zueinander zu setzen, erklärten die Protagonisten des Beutelsbacher Konsens auch das sog. „Kontroversitätsprinzip“ zum Leitkriterium professioneller politischer Bildung. Das Kontroversitätsprinzip wurde im Beutelsbacher Konsens wie folgt auf den Punkt gebracht: „Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muß auch im Unterricht kontrovers erscheinen“.

Sonntag, 11 Oktober 2009 00:00

Helden der Zeit - Friedliche Revolution 1989

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„Wir sind das Volk!“ Dieser Satz steht für den Mut, die Überwindung eigener Angst vor Verfolgung und Bestrafung, die Entschlossenheit der Menschen in Leipzig im Herbst 1989. Es kam zu keiner gewalttätigen Auseinandersetzung an diesem Tag im Oktober 1989, trotz allerlei Befürchtungen, Vorbereitungen und Gerüchte, zum Teil eingestreut durch die SED, um Angst zu verbreiten und um die Menschenmassen, die unaufhaltsam in Leipzig vor die Nikolaikirche zusammenkamen, aufzuhalten. Alle Versuche die Menschen ruhig zu stellen scheiterten. Die Stimme des Volkes und ihre Entschlossenheit war unüberwindbar. Bereits am 29. September 1989 versuchte die Leipziger Volkszeitung im Auftrag der SED gegen die Friedensgebete Stimmung zu machen. Die Gerüchte über die chinesische Lösung machten schnell die Runde und Menschen bekamen Angst. Die friedlichen Demonstrationen in China wurden mit militärischer Gewalt niedergeschlagen, Panzer überrollten den Platz des Himmlischen Friedens noch im Sommer des gleichen Jahres.

© Thomas Nestke/ pixelio

Dienstag, 19 Mai 2009 00:00

60 Jahre Grundgesetz - Teil 2

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Warum gibt es eigentlich Staaten? Warum schließen sich Menschen überhaupt zu Gemeinschaften zusammen und warum geben sich diese Gemeinschaften Regeln, Ordnungen und Strukturen - z.B. in Form einer Verfassung? Für diese Fragen gibt und gab es innerhalb der Disziplin der politischen Theorie unterschiedliche Antworten.
Teil 2 des Artikels "60 Jahre Grundgesetz". Teil 1

© Stephanie Hofschlaeger / pixelio

Montag, 18 Mai 2009 00:00

60 Jahre Grundgesetz - Teil 1

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Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, also unser Grundgesetz, feiert Geburtstag – 60 Jahre wird es alt. Ist das ein Anlass zum Feiern? Nicht jeder wird vielleicht ohne weiteres und spontan diese Frage bejahen. Würde man beliebigen Menschen auf der Straße diese Frage stellen, so müsste der/die ein oder andere wohl einen Augenblick länger darüber nachdenken, denn das Grundgesetz gehört für viele zu den eher abstrakten Inhalten ihres Denkens, die sie im ersten Moment nicht mit ihrem (all)täglichen Leben und den Rahmenbedingungen, innerhalb derer sie dieses Leben gestalten können, verbinden – schon gar nicht emotional; und feiern ist doch schließlich eine emotionale Angelegenheit, nicht wahr?

© Jens Zehnder / pixelio

Interview mit Caveh V. Zonooz, Geschäftsführer der direktzu GmbH.
Die direktzu GmbH ist ein junges Unternehmen, dass eine innovative Form onlinebasierter Many-to-One Kommunikation entwickelt hat und im Bereich der politischen Kommunikation vor allem durch die Web-Plattform „www.direktzurkanzlerin.de" für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Inzwischen sind viele andere Politiker wie Matthias Platzeck, Ursula von der Leyen, Norbert Lammert und demnächst auch Christian Ude per direktzu-Plattform ansprechbar. Interessierte Bürger können hier ihre Anliegen, Fragen und Probleme an die Politiker richten und eine individuelle Antwort erhalten, vorausgesetzt sie finden genug andere Bürger, die ihr Anliegen unterstützen.

"Bürgerschaftliches Engagement bedeutet Teilhabe und aktive Mitgestaltung des Lebens in den Kommunen. Es stärkt und bereichert das soziale Klima in unserer Gesellschaft. Nicht zuletzt ist ehrenamtliches, freiwilliges Engagement der beste Nährboden für gute Lebensqualität und das subjektive Wohlbefinden. Neben diesen sozialen Wirkungen ist auch der ökonomische Nutzen konkret bezifferbar: Jeder einzelne in Bürgerschaftliches Engagement investierte Euro stiftet einen Nutzen von etwa sieben Euro." Mit diesen Worten erläuterte die damalige bayerische Sozialministerin Christa Stewens zentrale Ergebnisse des Gutachtens zum Wert des Bürgerschaftlichen Engagements bei dessen Vorstellung im Juni 2008.

Freitag, 01 August 2008 00:00

One World one Dream

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Die Olympischen Spiele zählen zu einem weltweiten Ereignis und gehören bei den meisten Sportlern zu den Highlights ihrer sportlichen Karriere. Die diesjährigen Olympischen Sommerspiele finden in Peking statt, dort werden sich tausende Sportler aus über 200 Nationen treffen und in Wettkämpfen gegeneinander antreten. Wie sind aber die Olympischen Spiele entstanden, welche sportlichen Ziele stecken dahinter, dass Menschen aus aller Welt zu friedlichen Sportwettkämpfen zusammentreffen und welche besonderen Bedeutung haben das olympische Feuer oder die olympischen Ringe? In diesem Beitrag finden Sie weiterführende Informationen zum Gastgeberland China sowie kindgerecht aufbereitete Informationen zu den Olympischen Spielen.

©Gerd Altmann / pixelio.de