Freitag, 01 August 2008 00:00

Olympia im Zwielicht politischer Ereignisse

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Sind die olympischen Spiele politisch? Angesichts des Gastgeberlandes China ging diese prekäre Frage rund um den Globus und wurde in der breiten Öffentlichkeit ausdiskutiert. Die schwierige Debatte entbrannte aufgrund der politischen Haltung Chinas und seines Menschenrechtsverständnisses. Man fragte sich angesichts dieser gesellschaftlichen Verhältnisse, ob in solchen Ländern die olympischen Spiele überhaupt ausgerichtet werden dürfen. Die weiterführende Frage nach der Verflechtung von Politik und Sport kann folgerichtig ganz klar bejaht werden, denn allein der historische Rückblick auf die olympischen Spiele zeigt, welche Möglichkeiten der politischen Machtdemonstration unter der Garantie der weltweiten Aufmerksamkeit ein Land bei diesem globalen Event erhält. Über welchen Stellenwert verfügt noch der sportliche Gedanke innerhalb der Olympischen Spiele?

 Olympiastadion in Peking ©cornerstone / pixelio.de

Montag, 30 Juni 2008 00:00

Politische Bildung für die Hosentasche?!

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Lexika sind an und für sich eine nützliche Erfindung um schnell etwas nachschlagen zu können und sich gezielt zu informieren. Aber ein Lexikon das in die Hosentasche passt? Das hat sich die Bundeszentrale für Politische Bildung zur Aufgabe gemacht und bisher zu fünf verschiedenen Themen Lexika in DinA6-Format herausgebracht. Die Pocket-Reihe erklärt die jeweils wichtigsten Fachbegriffe der Themenfelder so einfach wie möglich und findet trotz knapper Seitenzahl genug Platz für übersichtliche Schaubilder, aussagekräftige Statistiken und sarkastische Karikaturen, um die Themenkomplexe zu veranschaulichen. Auch weiterführende Informationen wie wichtige Adressen, Tipps und Links passten noch in die fünf Bände, die den Themen Wirtschaft, Europa, Globalisierung, Zeitgeschichte und Politik gewidmet sind. Dabei kosten die handlichen Lexika lediglich einen Euro Bereitstellungsgebühr, bzw. können kostenlos im Internet heruntergeladen werden.

Immer wieder lässt sich das Netzwerk Politische Bildung Bayern von einem Blick über den Tellerrand hinaus inspirieren. Nach einer Darstellung der aktuellen Landschaft und der Aktionen politischer Bildung in Österreich findet sich diesmal im benachbarten Bundesland Baden-Württemberg Interessantes.Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg gilt zusammen mit ihrem Haus auf der Alb als Innovationsstätte politischer Bildung in Deutschland. Hier finden regelmäßig bundesweite Tagungen mit Praktikern und Theoretikern politischer Bildung statt, hier wurde vor längerer Zeit der Beutelsbacher Konsens für politische Bildung verabschiedet und dort werden Projekte wie etwa ein Portal zu Rechtsextremismus eingerichtet oder eine umfassende Konzeption für Integrationskurse erarbeitet, die ihren Weg in die offizielle Bildungspolitik Deutschlands gefunden hat.

Dienstag, 22 April 2008 00:00

Lifestyle of Health and Sustainability

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Ob biologisch angebaute Lebensmittel, fair gehandelte Produkte, Strom aus erneuerbaren Energiequellen oder giftfreie Kleidung - „öko" liegt im Trend. Rund ein Drittel der Menschen in Deutschland gehören Studien zufolge zu den kritischen Konsumenten (lohas.de -> Presse). Ethische und ökologische Kriterien sind für sie bei der täglichen Konsumentscheidung ausschlaggebend. Bei diesen Menschen, den sogenannten LOHAS („lifestyle of health and sustainability"), kommt jedoch eine andere Einstellung und Sichtweise zum Tragen, als in der Öko-Bewegung der 70er und 80er Jahre.

Gleichheit ist einer der wichtigsten Grundsätze eines demokratischen Staates. In Bezug auf Wahlen und damit die Legitimierung derjenigen, die die Anliegen des Volkes vertreten und aushandeln, ist die gleiche Partizipationsmöglichkeit aller heute entscheidend. Die „allgemeine, unmittelbare, freie, gleiche und geheime Wahl" ist Bestandteil eines modernen Demokratieverständnisses.
Dabei ist diese Errungenschaft in der sich seit der Antike entwickelnden Staatsform der Demokratie erst relativ spät aufgetaucht. Bis nach dem ersten Weltkrieg waren etwa Frauen und Angehörige von Minderheiten von den Wahlen ausgeschlossen. 

Am 2. März 2008 finden Kommunalwahlen statt. Alle sechs Jahre bekommen Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit, über Bürgermeister, Gemeinderäte, Landräte und Kreisräte abzustimmen. Wie funktioniert Kommunalpolitik und was sind ihre Themen? Wer darf überhaupt wählen und wie wird gewählt? Einen kurzen Überblick zu diesen Fragen bekommen Sie in diesem Beitrag und darüber hinaus entnehmen Sie ausführliche Informationen aus dem Faltblatt der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

Freitag, 07 Dezember 2007 00:00

Das Modell des Politikzyklus

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Welche Inhalte und Themen werden im Fach Politik vermittelt? Findet im Rahmen des schulischen Unterrichts eine wirkliche Auseinandersetzung mit der Politik statt oder werden die Inhalte gerne auf die Themen des „sozialen Lernens“ verallgemeinert? Die Beschäftigung mit der Politik in der Schule bedarf zunächst einer Spezifizierung des Politikbegriffs und einer Reflexion über Ziele und Inhalte des Faches Politik. In diesem Beitrag wird das Modell des Politikzyklus vorgestellt, welches die Politik als einen Prozess der Problemlösung begreift. Mit Hilfe dieses Modells lassen sich komplexe politische Themen in Fragen formulieren, die Entscheidungsprozesse der Politik und diverse Einflussfaktoren begreiflich machen. Der Beitrag orientiert sich am Buch von Peter Massing und Georg Weißeno „Politik als Kern der politischen Bildung“ und erläutert die relevanten Aspekte des Politikzyklus-Modells.

 

Montag, 03 Dezember 2007 00:00

Das Konzept: Community of Practice

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Das erste Netzwerkforum Politische Bildung Bayern am 23. April 2008 ist überschrieben mit dem Titel Creating a Community of Practice.
Auf der Suche nach dem Selbstverständnis, der strukturellen Ausrichtung und der Zielvorstellung unseres Netzwerkes sind wir auf den Begriff der Community of Practice gestoßen. Kurz kann man ihn mit „praxisbezogene Arbeitsgemeinschaft“ übersetzen. Doch schon der Begriff community assoziiert im Englischen weit mehr als der deutsche Begriff von Gemeinschaft, die häufig als klar strukturiert und in Abgrenzung gegen andere verstanden wird.

Im Rahmen der Recherchen zum Carl Bertelsmann Preis 2007, der auf die Förderung des gesellschaftlichen Engagements bei Kindern und Jugendlichen fokussierte (siehe  Artikel "gesellschaftliches Engagement als Bildungsziel"), hat Florian Wenzel ein Gutachten zur Rolle der EU erstellt.

Dienstag, 23 Oktober 2007 00:00

Was ist der Beutelsbacher Konsens?

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2007 buchbeutelsbacher konsens

Der Beutelsbacher Konsens wurde im Herbst 1976 als Ergebnis der Tagung der Landeszentrale für Politische Bildung in Baden-Württemberg erzielt. Nach dem vorangegangenen Richtlinienstreit Anfang der siebziger Jahre über die politischen und didaktischen Inhalte der neuen Lehrpläne für politische Bildung in den Ländern Hessen und Nordrhein-Westfalen wurden gemeinsame Grundsätze für einen didaktischen Minimalkonsens herausgearbeitet.

Vor allem die Hessischen Rahmenrichtlinien für Gesellschaftslehre sorgten für eine heftige Auseinandersetzung in den Kreisen der Fachdidaktiker und Politiker. Angefacht durch die schulpolitische Diskussion entbrannte die politische Auseinandersetzung zwischen den linksausgerichteten SPD/FDP regierten Ländern und rechtsausgerichteten CDU/CSU regierten Ländern. Aufgrund der konfliktgeladenen Lage im Richtlinienstreit wurde ein Gespräch zwischen den führenden Didaktikern initiiert, die in einem Diskurs die Möglichkeiten eines Mimimalkonsens ausarbeiten sollten.

2007 wehling1Dr. Siegfried Schiele und Prof. Dr. Hans-Georg Wehling

© Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

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