„Ein Phänomen geht um in Europa: das Schwinden des Politischen zu Gunsten des Ökonomischen.“ Mit diesen Worten beginnt das Bayerische Manifest zur politischen Bildung. Dieses Gemeinschaftswerk ist das Ergebnis eines Arbeitskreises aus Kolleginnen und Kollegen der politischen Bildung, die sich zusammengefunden haben, um sich über Grundlagen und gegenwärtige Entwicklungen der politischen Bildung zu verständigen.

Sonntag, 30 September 2007 00:00

Die Entwicklung von Netzwerken

geschrieben von

Endres klein

Für Netzwerke gibt es bislang wenig Kenntnisse über deren systematische Bestandssicherung, Weiterentwicklung und Steuerung. Denn Netzwerke sind komplexe Beziehungsgeflechte, die vielfach unter den Prinzipien von Gegenseitigkeit, Freiwilligkeit und Autonomie einer intensiven Pflege bedürfen. Vor diesem Hintergrund nehmen die Moderation, die Steuerung und das Monitoring von Netzwerken eine wichtige Rolle ein.

2007 baymanifestpolbil

„Ein Phänomen geht um in Europa: das Schwinden des Politischen zu Gunsten des Ökonomischen." Mit diesen Worten beginnt das Bayerische Manifest zur politischen Bildung. Dieses Gemeinschaftswerk ist das Ergebnis eines Arbeitskreises aus Kolleginnen und Kollegen der politischen Bildung, die sich zusammengefunden haben, um sich über Grundlagen und gegenwärtige Entwicklungen der politischen Bildung zu verständigen.

Donnerstag, 13 September 2007 00:00

STICHWORT:„GEMEINSINN UND AKTIVE BÜRGERGESELLSCHAFT“

geschrieben von

Als Indikatoren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gelten soziale Phänomene wie Gemeinschaftssinn, Gemeinsinn oder Bürgersinn, Sozialkapital, Solidarität und Bürgerschaftliches Engagement (nach Gemeinsinn, S. 10).

Im Gemeinsinn orientiert sich der einzelne auf die Gemeinschaft hin. Er stellt ein Gleichgewicht her zwischen seinen eigenen, individuellen Ansprüchen und denen der anderen Mitglieder der Gemeinschaft. Der Gemeinsinn vermittelt so zwischen Individuum und Gesellschaft, fungiert als Clearingstelle zwischen egoistischem Eigeninteresse und Allgemeinwohlorientierung.

„Die Haltung des Gemeinsinns wurzelt in der Sozialität des Individuums. Die Erfahrung, nicht als autonomes Einzelwesen zu existieren, sondern sich im Raum von Gemeinschaften zu entwickeln und zu entfalten, ist für jeden Menschen elementar und existenziell."

(Gemeinsinn, S. 37)

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