Donnerstag, 24 März 2011 00:00

Das Onlinemagazin "Migration in Germany" – MiGazin

geschrieben von  Christian Fey
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migazin

Seit seinem Relaunch im September 2010 vollzog das "MiGazin", das Onlinemagazin zum Thema Migration und Integration in Deutschland, einen Schritt in Richtung Expansion nach Innen und nach Außen. Den steigenden Leserzahlen und dem Arbeitsaufwand wurde das bisher dahin ehrenamtlich geführte Magazin nicht mehr gerecht.

Das MiGazin versteht sich als Brückenbauer zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und vermittelt Themen, die für die erstgenannte Gruppe von Bedeutung sind, an deutschsprachige Leser. Damit wird für den deutschen Raum inhaltlich und funktional eine Lücke ausgefüllt, die andere Print- oder Online-Medien nicht abdecken können oder wollen.

 

Aufbau und Features

Zunächst fällt die Rubrik "Aktuelles" ins Auge - hier werden Themen, Kontroversen und tagesaktuelle Entwicklungen des Themenkreises Migration/Integration mit mehreren ausführlichen Artikeln behandelt. Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist das beispielsweise die Frage nach der Anerkennung von ausländischen Qualifikationen, für die gerade ein Gesetzesentwurf vom Kabinett verabschiedet wurde. Allgemein ist das Informationsangebot des MiGazins in die Rubriken Politik, Gesellschaft, Recht, Wirtschaft und Feuilleton gegliedert.

Recht profiliert wird von den Machern des Magazins die Rubrik "Meinung" präsentiert. Hier finden sich Statements im Stil des journalisitischen Kommentars, von Redateueren des Magazins verfasst, die von den Lesern kommentiert werden können und auch kommentiert werden. Auch fortlaufende Kolumnen werden von Autoren des Magazins verfasst, die teilweise auch einen themtischen Fokus wie beispielsweise den angestrebten EU-Beitritt der Türkei verfolgen.

Als wertvolle Ressource bzw. erfrischender Seitenblick erweisen sich die zusammengefassten Nachrichtenbeiträge der ausländischen Presse, auf die der Leser über das Magazin zugreifen kann. Auch ein Dossier mit dem Schwerpunkt auf Studien und wissenschaftliche Ergebnisse zum Thema Migration/Integration wird gepflegt. Ein anderes Dossier zum Thema der Visumspflich bzw. -freiheit türkischer Staatsbürger offenbart die (noch) vorhandene Ausrichtung hauptsächlich an Themen der türkischsstämmigen Bevölkerung.

Wie es sich für ein vollwertiges modernes Online-Magazin gehört, fehlt auch die Einbindung in Social-Media-Angebote nicht (Facebook, Twitter, ein Blog, u.a.m.) und auch eine eigene Comic-Sektion leistet man sich.

Der Umfang und der sichtbare redaktionelle Aufwand, mit dem das MiGazin ausgestattet ist, beeindruckt. Auch der Anspruch, inhaltliche Beteiligungsmöglichkeiten für jeden, "der einen positiven Beitrag zum Zusammenwachsen unserer Gesellschaft" leisten will, zu bieten ist erkennbar und wird auch umgesetzt. Dem Redaktionsteam des Magazins ist zu wünschen, dass sie es schaffen, diesen Anspruch auch unter den neuen, "kommerzielleren" Bedingungen aufrecht zu erhalten.

Gelesen 1554 mal Letzte Änderung am Sonntag, 14 Dezember 2014 17:37
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