Mittwoch, 04 MĂ€rz 2009 00:00

Tor nach Afrika

geschrieben von  Tor nach Afrika
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"Tor nach Afrika" ist der Titel eines langfristigen Projekts der bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, bei dem der Fußball zwar am Anfang und am Ende steht - die Planungen zielen bis zum Jahr 2010, in dem Südafrika die WM austrägt -, das aber den Sport nicht als Ding an sich, sondern als Medium für politische Bildung nützt.

Afrika ist ein großes Thema der politischen Bildung. Die Projekte, die über www.Tor-nach-Afrika.de präsentiert werden, veranschaulichen mit konkreten Beispielen vielfältige Informationen über Afrika. Die Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler über diesen widersprüchlichen Kontinent werden konkret, Rückschlüsse auf eigene Denk- und Handlungsweisen gelingen eher.

Ziel ist es, den Blick für die Probleme und Perspektiven des "schwarzen Kontinents" zu schärfen und die eigene Wertorientierung zu stärken. Fußball dient dabei als "Trägerstoff": Afrikanischer Fußballsport ist gerade für Jugendliche bei uns emotional ausgesprochen attraktiv. Über diese Attraktivität können bedeutende Themen transportiert werden, die im Zentrum von Werteerziehung und grundlegender ethischer Orientierung liegen. Ein Beispiel: Im konkreten Blick auf eine Jungen, der Kindersoldat war, jetzt in eine Schule gehen und Fußball spielen darf, wächst der Sinn für verantwortliches Denken und Handeln auch bei uns.



Die Landeszentrale, die zum Bayerischen Kultusministerium gehört, koordiniert für das Konzept "Tor nach Afrika" (2005-2010) eine Fülle von Einzelprojekten, die in Kooperation mit anderen Akteuren der politischen Bildung realisiert werden. Im Schuljahr 2005/2006 wurde der Blick nach Afrika beispielsweise stark an der Sportthematik orientiert, im darauf folgenden Schuljahr ging es um das Problem "HIV und Aids". Partner sind bisher "missio", das Internationale Missionswerk der Katholischen Kirche, das zu den wichtigsten in Afrika gehört, und die Deutsche Aidshilfe. Auch die Projektpartnerschaften, die im "Eine-Welt-Netzwerk Bayern" zusammengefasst sind, stehen im Blickfeld der gemeinsamen Arbeit. Die Landeszentrale stellt ihrerseits mit ihrem Kontakt zu den Schulen eine breite Kommunikation der Inhalte sicher und begleitet die Themen publizistisch.

Der Film "Tor nach Afrika"

Die Rahmenhandlung des Films zeigt den Besuch der Bayerischen U-17-Auswahl im südlichen Afrika. Im Mittelpunkt der Handlung steht nicht der Sport sondern im Kern geht es darum, mit den Augen der Jugendlichen die Schwierigkeiten und Chancen des südlichen Afrikas zu thematisieren. Der Fußballsport der in ganz Afrika die wichtigste Freizeitbeschäftigung ist, funktioniert dabei als Kommunikationsmedium. Für den gemeinsamen Sport können - auf Augenhöhe – andere, wirklich wichtige Fragen in den Blick genommen werden. Es geht dann sehr schnell um HIV und Aids, um Armut und schwierige Lebensbedingungen, aber auch um die Hoffnungen und Perspektiven junger Menschen für Ihre Zukunft. Der Film ist weder ein Lehrfilm noch ein Länderbericht, er kommt ohne erhobenen Zeigefinger daher und verzichtet auf jede Art von Larmoyanz. Die Langfassung des Filmswurde bereits vom Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt; sie dauert 35 Minuten. Die Kurzfassung ist eine auf 16 Minuten gestraffte Version, die selbstständig funktioniert und besonders für den Einsatz an Schulen geeignet erscheint. Wenn Sie weitere Informationen zu den Filmen benötigen, so wenden Sie sich bitte direkt an uns elke.kapell@stmuk.bayern.de

Mehr Informationen zum gesamten Projekt erhalten sie unter:
http://www.tor-nach-afrika.de
Hier finden Sie auch Unterrichtsmaterialien und weiterführende Literatur.
 

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