imedana small

Das in Nürnberg ansässige Institut "IMEDANA" (Institut für Medien- und Projektarbeit) hat vor wenigen Wochen Multimedia-CD "Wenn Mokkatassen sprechen" veröffentlicht. Die CD ist aus einem über drei Jahre durchgeführten Projekt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen heraus entstanden wird auf Wunsch auch zusammen mit einer begleitenden pädagogischen Handreichung gegen eine geringe Schutzgebühr weitergegeben. Ziel der Macher ist, Jugendlichen im Alter ab 13 Jahren das Thema Antisemitismus zugänglich zu machen und eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Formen und Spielarten von Antisemitismus - in seinen historischen und aktuellen Ausprägungen - zu ermöglichen. Auch sollen der Zielgruppe Argumentationshilfen verständlich gemacht werden, die Ihnen dabei helfen, sich gegen rechtes Gedankengut zur Wehr zu setzen.

 

Dieter Schuetz pixelio de
Quelle: Dieter Schütz - pixelio.de

Die Wahrnehmung anderer Kulturen oder Subkulturen ist nicht nur bei Jugendlichen oft durch implizite Stereotype und verallgemeindernde Clichés geprägt. Eine Methode aus dem "education pack" des Europarats, die diese Stereotypen hervortreten lässt zum Diskussionsgegenstand machen möchte, soll hier vorgestellt werden. Dabei spielt das spontane und gemeinsame Erzählen einer fiktiven Geschichte eine zentrale Rolle.

eforpeace

Das Förderprogramm "Europeans for Peace" der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" (EVZ) lädt Interessierte ein, schulische und außerschulische Projekte zur finanziellen Förderung einzureichen, die internationale Projekte mit Jugendlichen im Alter von 14 bis 21 Jahren durchführen möchten. Es sollen unter dem Leitbegriff "Menschenrechte in Vergangenheit und Gegenwart" Partnerschaften zwischen Einrichtungen aus Deutschland, Mittel-, Ost- , Südosteuropa und Israel unterstützt werden, bei denen mindestens einer der Projektträger aus Deutschland kommt. Bei diesen Projekten sollen mehrtägige Begegnungen zwischen den Projektpartnern im Zentrum stehen.

Donnerstag, 04 November 2010 00:00

Migranten machen Schule!

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migranten machen schule

Das Projekt „Migranten machen Schule!" der Stabsabteilung für Integrationspolitik der Landeshauptstadt Stuttgart bearbeitet die Themenbereichen Integration und interkulturellem Lernen in der Schule von einer ungewöhnlichen Seite. Nicht die Schüler stehen im direkten Fokus ihrer Initiative und es werden auch keine ausgefeilten und komplexen Programme speziell für sie entwickelt. Die Aufmerksamkeit richtet sich vielmehr auf das Lehrpersonal.

Donnerstag, 21 Oktober 2010 00:00

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

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schule ohne rassismus

Dass auch Schulen Schauplätze offener oder versteckter rassistischer Diskriminierungsein können, ist angesichts der in relativer Regelmäßigkeit erscheinenden Negativ-Meldungen in diese Richtung kein Geheimnis mehr. In jüngerer Vergangenheit hat sich die öffentlich-mediale Perspektive für das Phänomen Rassismus unter Jugendlichen besonders auf die Diskriminierung deutscher Jugendlicher gerichtet – ob dieser Fokus der positiven Bewältigung rassistischer bzw. diskriminierender Phänomene und Denkweisen in Deutschland dienlich oder eher hinderlich ist, wird sich noch zeigen.

Ein Projekt, das sich seit nunmehr 15 Jahren in Deutschland gegen jegliche Art von (rassistischer) Ausgrenzung unter Schülern in Deutschland wendet –egal "wer" hier gegen "wen" steht - , ist die Aktion "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" des Trägervereins Aktion Courage e.V., der sich inzwischen bundesweit ca. 800 Schulen mit insgesamt ca. 500.000 Schülern angeschlossen haben. Für das Bundesland Bayern verzeichnet die Projekthomepage immerhin 94 Schulen, die die Auzeichnung "Schule ohne Rassismus– Schule mit Courage" erhalten haben. Im laufenden Jahr 2010 haben bis dato 16 bayerische Schulen an der Aktion teilgenommen.

Donnerstag, 07 Oktober 2010 00:00

Informationsportal Migration - www.migration-info.de

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migrationinfoGerade in Zeiten, in denen die Diskussion um Integration öffentlich und kontrovers geführt wird, wie das in Deutschland ausgelöst durch die Äußerungen Thilo Sarrazins in den letzten Wochen der Fall war, ist es angebracht, die oftmals hitzig und in der Tendenz polemisch geführten Debatten durch den bezug zu Fakten zu versachlichen. Das Problem ist nur: Wo und wie sind diese Fakten zugänglich? Die Meinungsträger, die in der Öffentlichkeit auftreten verweisen in der Regel auf ihre "eigenen" Fakten - eine in die breite gehende Wahrnehmung findet kaum statt und die eigene Meinungsbildung wird enstprechend erschwert.

Samstag, 07 August 2010 00:00

Fit fĂŒr Vielfalt

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Das Projekt "Fit für Vielfalt" verknüpft „Elemente von reflexiver, interkultureller Bildung des LIDIA - Konzepts mit Methoden des interreligiösen Lernens, der interkulturellen/-religiösen Begegnung sowie des Empowerments und der Kompetenzfeststellung zu einem integrierten Konzept für die Jugendarbeit".

Im September 2009 startete die bayerische Staatsregierung das Internetportal „Bayern gegen Rechtsextremismus". Es richtet sich an alle, die sich pädagogisch, politisch oder persönlich mit dem Rechtsextremismus auseinandersetzen. Die Internetpräsenz verdankt ihre Existenz unter anderem dem Bayerischen Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus, das im Januar 2009 auf Regierungsebene vom Ministerrat beschlossen wurde.
2010 bayern gegen rechtsextremismus

1994-schwarzfahrer

„Je mehr BĂŒrger mit Zivilcourage ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen" (Franca Magnani). Dieser Satz fĂŒhrt einem die Bedeutsamkeit von Zivilcourage im Alltag vor Augen und bringt auf den Punkt, was damit gemeint ist, wenn couragiertes Handeln als Grundpfeiler einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft benannt wird. Doch wie kann Zivilcourage verstehbar, wie ihre Bedeutung erlebbar gemacht werden? Eine Möglichkeit, das Thema unkonventionell, alltagsnah und handlungsorientiert aufzugreifen, bietet die Übung „Keine Toleranz der Intoleranz - Der Schwarzfahrer", die an der Akademie FĂŒhrung & Kompetenz (Centrum fĂŒr angewandte Politikforschung) entwickelt und im erarbeiteten Praxishandbuch „Achtung (+) Toleranz" (Ulrich 2006) veröffentlicht wurde. Diese Übung soll im Folgenden dargestellt werden, um einen anschaulichen Einblick in das Programm „Achtung (+) Toleranz" zu bieten und eine eigene Anwendung zu ermöglichen.

Die Interkulturelle Akademie Augsburg veranstaltet am 27. und 28. November 2009 in der Neuen Stadtbücherei Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat, der Fachstelle für Integration und interkulturelle Arbeit und der Universität Augsburg, Fach Europäische Ethnologie, die Tagung: "Kunst und Kultur, Migration, Diversity und neuer Kosmopolitismus - Aktuelle Perspektiven der Kulturpolitik und die interkulturelle Öffnung des Kulturbetriebs in der heterogenen Stadt - Theoretische Ansätze und Beispiele von Best Practice".
Die Tagung verbindet Best Practice Beispiele der Interkulturellen Kulturarbeit mit Expertenvorträgen und Podiumsdiskussionen, die sich mit Chancen und Perspektiven der Kulturpolitik in der vielkulturellen Stadt befassen.