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Erstmals fand am 22. Januar 2007 ein bundesweiter Projekttag „Europa“ in Schulen statt. Anlass war die deutsche Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007. Sicherlich waren es nicht allzu viele Schulen, die diese Vorgabe realisierten. Gründe dafür sind freilich die Komplexität des Themas, die dauernden Neuerungen und oft auch die Lebensferne und Abstraktheit des Themas Europa. Dem will die Handreichung des ISB mit vielen konkreten Unterrichtsvorschlägen und Materialien abhelfen.

Donnerstag, 03 April 2008 00:00

Die Welle - Neuverfilmung von Dennis Gansel

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Basierend auf einer wahren Geschichte erzählt der Film wie durch gezielte Manipulation und Gruppenzwang schrittweise Prinzipien einer Diktatur eingeführt werden können. Der Film läuft seit 13. März im Kino.

Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) lehrt an einer deutschen Schule. Die Idee für sein pädagogisches Experiment wird während einer Projektwoche zum Thema „Staatsformen" geboren. Sein Ziel ist, den Schülern die Entstehung einer Diktatur zu demonstrieren. Innerhalb weniger Tage entwickelt sich eine Gruppierung „Die Welle" innerhalb der Schule, die sich durch Logo, Uniform und einem geheimen Gruß von anderen kontrastiert. Das Experiment verselbständigt sich und scheint außer Kontrolle zu geraten. Die Gruppenmitglieder und ihre Führerfigur scheinen sich in den Rollen gut zu gefallen. Wie geht es nun weiter?

Die Autoren dieses Buches beleuchten das Thema der Zuwanderung und Integration aus diversen Blickwinkeln heraus. Den Herausgebern ist es gelungen, interessante und aktuelle Beiträge zu diesem Thema zusammenzustellen, ohne das vielfach diskutierte Thema stereotyp erscheinen zu lassen. Die geschichtlichen Wurzeln der Zuwanderung in Deutschland geben dem Leser einen aufschlussreichen Überblick zum Thema und ermöglichen eine weitere thematische Vertiefung und Auseinandersetzung mit den Aspekten der Zuwanderung und Integration. Interessant sind die aktuellen Bezüge, die Autoren in Ihren Beiträgen herstellen und dem Leser den neuesten Wissenstand bieten und zum Weiterdenken anregen.

Der Autor zeichnet in seinem Buch die Grundlagen und die aktuellen Entwicklungen der politischen Bildung nach. Dabei geht er in seinen Ausführungen von theoretischen und historischen Vorüberlegungen aus, bezieht dann die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Lernforschung und des Konstruktivismus ein und entwickelt seine Überlegungen weiter in Handlungsvorschläge, die Planung und Vorbereitung von Lernangeboten für diverse Zielgruppen berücksichtigt. Die Auseinandersetzung mit der Lehre und dem Lernen erweitert die Perspektive und gibt aktuelle Entwicklungen auf diesem Gebiet weiter. Dieses Buch ist an alle Lehrenden in der politischen Bildung in unterschiedlichen Institutionen gerichtet.

 

Dieses Buch gibt nicht nur die erste Orientierung im Kontext politischer Bildung im Sachkundeunterricht, sondern greift theoretische und praxisorientierte Aspekte des politischen Lernens im Unterricht und außerhalb der Schule auf. Die Autoren ermöglichen mit ihren Beiträgen die Zugangsweise zum Themenkomplex und geben einen umfassenden Einblick in den aktuellen Stand der Forschung. Aktuelle Themen und didaktische Ansätze für den Sachunterricht werden dargestellt und mit Hilfe von konkreten Beispielen für den Unterricht veranschaulicht. Dabei beschränken sich die Beiträge nicht nur auf den schulischen Bereich, sondern greifen übergreifende und außerschulische Aspekte auf.

 

Religionsmonitor 2008 – ist eine repräsentative Untersuchung über Religionen in der Welt. Über 21000 Menschen weltweit wurden zu ihrem Glauben und ihrer Religiosität befragt. In besonderer Weise werden die Ergebnisse aus Deutschland, Österreich und Schweiz dargestellt und erörtert. Die religiöse Grundhaltung der Menschen durchdringt alle gesellschaftlichen Bereiche, weil sie verschiedene andere Einstellungen und Verhaltensweisen dieser Menschen beeinflusst um so spannender die europäischen und internationalen Entwicklungen im Vergleich zu betrachten.

 

Freitag, 01 August 2008 00:00

Politische Bildung fürs Handgepäck

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„Endlich mal wieder etwas lesen, einfach nur so" - bestimmt ist Ihnen das auch schon mal durch den Kopf gegangen, wenn Sie an Ihren Urlaub gedacht haben. Damit Ihnen die Auswahl der Urlaubslektüre oder der DVDs für die hoffentlich wenigen verregneten Sommerabende nicht so schwer fällt, hat das Projektteam für Sie ein paar lesens- und sehenswerte Empfehlungen zusammengestellt, die nicht nur gute Unterhaltung versprechen, sondern so ganz nebenbei auch noch etwas mit politischer Bildung oder Politik zu tun haben.

 

Der Satz „Ich bin stolz, Deutsche(r) zu sein" gehörte lange Jahre zum exklusiven Repertoire rechtsextremen Denkens, ist inzwischen aber mehrheits- und mittefähig; nicht erst seit der schwarz-rot-goldenen Euphorie des WM-Sommers 2006.
Dass dieser Stolz der Deutschen, Deutsche zu sein aber nicht frei von Nebenwirkungen ist und wie er mit Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Schlussstrichmentalität in Verbindung steht, zeigt diese Abhandlung anhand vieler aktueller und repräsentativer Daten sowie durch anschauliche Tabellen und Diagramme.

 

Wenn Bürger den Bundestag für einen Feiertag halten, der Beruf „Politiker" dasselbe zweifelhafte Ansehen wie der des Versicherungsvertreters besitzt und viele Bürger bemüht sind, möglichst viel Abstand zur Politik zu wahren, dann kann man nur feststellen: das entspricht nicht dem Traum von Demokratie, auf den dereinst die Menschen hofften. Mit dieser Feststellung beginnt „Vorsicht Politik". Doch das Buch, besser gesagt seine beiden Autoren Siegfried Schiele und Gotthard Breit, suchen nicht nach der Gruppe der Schuldigen (Politiker oder Politikverdrossene?), sondern sie versuchen, die Ursachen dafür zu identifizieren und dem Leser einsichtig zu machen, warum er sich trotz allem für Politik interessieren könnte und sollte. Und das geschieht auch noch auf unterhaltsame Weise! Eine echte Gefahr für die Politikverdrossenheit!

Wie kann politische Bildung in der Grundschule gelingen? Verschiedene Formen von kindlicher Partizipation werden immer häufiger als Schlüsselbegriffe für das demokratische Lernen in der Schule verwendet. Zumeist werden aber diese Schlagworte inflationär ohne praxisorientierte Anbindung verwendet.
Diese Arbeit setzt sich zum einen mit den grundlegenden theoretischen Aspekten der politischen Bildung bei Kindern auseinander und zeigt zum anderen in der Darstellung von ausgewählten Fällen die Kommunikations- und Handlungsprozesse der Kinder und Lehrer in der Situation einer Klassenkonferenz. Im Zentrum der empirischen Arbeit steht die Analyse der Institutionalisierung einer demokratischen Streitkultur in der Grundschule. Dabei bietet die Klassenkonferenz den forschungs- und unterrichtsmethodischen Zugang zur Erfassung von demokratischen Lernprozessen.