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Montag, 30 Januar 2012 00:00

Filmheft zum Spielfilm „Kriegerin"

geschrieben von  Ferdinand Jungmaier

Kriegerin Filmheft Bild
Am 19. Januar 2012 startete der Film „Kriegerin" von David Wnendt in die deutschen Kinos. Ein bisher eher unbekanntes Thema – Rechtsextremismus bei Frauen – wird in diesem Spielfilm aufgegriffen und auf der Grundlage einer kundigen Recherche auf die Leinwand projiziert. Das dazugehörige Filmheft möchte zur lebendigen Auseinandersetzung mit dem Thema beitragen – durch kompakte Informationen zu Film und Hintergrund sowie praktische Vorschläge für die notwendige Vor- und Nachbereitung im Unterricht. Das Netzwerk „Frauen und Rechtsextremismus" bestätigte diese Notwendigkeit in seiner veröffentlichten Stellungnahme zum Spielfilm. 


Vor- und Nachbereitung erforderlich

Der Film lässt Widersprüche entstehen, gibt Denkanstöße, berührt das Menschenbild der Demokratie, fragt nach Radikalisierung, Gewalt, dem Zusammenleben und der immensen Aufgabe der Integration. Ebenso greift „Kriegerin" aktuelle Probleme auf, die im Licht der aktuellen Erkenntnisse zum Rechtsterrorismus umso dringlicher erscheinen. Für einen Kinobesuch im Unterricht ist somit eine differenzierte Vor- und Nachbereitung absolut notwendig.

Trailer

http://www.youtube.com/watch?v=ZBHQQ5BVK-4

Filmheftinhalt

Neben der Handlung und den zentralen Themen werden im Filmheft auch nationalsozialistische Symbole geklärt. Des Weiteren wird auf die filmische Gestaltung, die Bedeutung von Musik für Rechtsradikale eingegangen und die Frage, was Rechtsextremismus eigentlich ist, angesprochen. Am Ende werden praktische Übungen für die Vor- und Nachbereitung des Kinobesuches beschrieben. Hier werden relevante Begriffe, Stereotype, Emotionen, Fragen, Einstiege und Ausstiege in die rechte Szene geklärt und besprochen und zur Diskussion angeregt.

Positionen zum Film des Forschungsnetzwerkes „Frauen und Rechtsextremismus"

Zwei Mitgliederinnen des Forschungsnetzwerkes, Prof. Dr. Michaela Köttig (Fachhochschule Frankfurt am Main) und Johanna Sigl (Universität Göttingen), unterstützten den Drehbuchautor und Regisseur David Wnendt bei der Recherche für den Film. Das Netzwerk diskutierte „Kriegerin" kontrovers und veröffentlichte pünktlich zum Kinostart seine Stellungnahme. Neben der Kritik an der geringen Altersbeschränkung aufgrund der brutalen Gewalt im Film festigt die Pressemitteilung die Meinung, dass „Kriegerin" im Rahmen einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema „Rechtsextremismus" geeignet ist. Eine Handreichung zum Thema "Mädchen und Frauen in der extremen Rechten" für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zur Einführung in das Thema kann bei diesem Netzwerk angefordert werden.

Weiterführende Links

Filmseite "Kriegerin"

Netzwerk "Frauen und Rechtsextremismus"

Gelesen 1889 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 05 November 2014 19:47
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