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Obwohl die Kommunalpolitik uns stets umgibt und unseren Alltag prägt, bleibt sie doch im Unterricht nur allzu oft abstrakt und oftmals widmet sich die Aufmerksamkeit noch eher auf die Landes- oder Bundesebene, aber nicht auf das politische Leben vor Ort. Dass die Ebene der Kommunalpolitik aber einiges zu bieten hat und es auch anders geht, beweist das Netzwerk Politische Bildung Schwaben seit einigen Jahren mit selbst konzipierten Bausteinen, die Kommunalpolitik für Jugendliche und junge Erwachsene erlebbar machen. Mittlerweile existieren drei Bausteine, die im Folgenden präsentiert werden sollen.

frher oder spter kartenspiel

Wann gab es nochmal die erste Fernsehsendung in Farbe? War der Mauerbau davor oder danach? Über besondere Ereignisse aus 60 Jahren deutscher Geschichte rätseln die Spieler von "früher oder später – Deutschland 1949 - 2009". Im Jubiläumsjahr 2009 (u.a. 60 Jahre Grundgesetz, 20 Jahre Mauerfall) bringt die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb ein Kartenspiel zur erfolgreichen Chronik pocket zeitgeschichte heraus.

Dienstag, 05 Mai 2009 00:00

Entdeckt Europa! - Europa in der Grundschule

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"Unsere Kinder sind kleine Europäer. Sie essen italienisch, französisch oder griechisch, und fahren in den Ferien mit ihrer Familie nach Spanien. Sie wundern sich nicht darüber, dass sie an den Grenzen von keinem Beamten angehalten werden. Dass ein Eis manchmal Gelato oder Crème glacée heißt, aber trotzdem mit dem Geld von zu Hause bezahlt werden kann, ist für sie selbstverständlich." So heißt es im Vorwort der Lehrermappe zu den Unterrichtsmaterialien, die die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland gemeinsam mit dem Zeitbildverlag veröffentlicht hat.

Ein wesentliches Ziel der interkulturellen Pädagogik ist die Bewusstmachung der eigenen, oftmals unbewussten Werte und Vorstellungen, die durch spezifische kulturelle Prägungen entstanden sind. Dadurch soll zugleich die Offenheit gegenüber anderen Kulturen und der Austausch über unterschiedliche Ansichten befördert werden. Gerade erfahrungsbezogenen Methoden kommt bei diesem Lernziel besondere Bedeutung zu, da der kulturelle Einfluss auf unsere Verhaltens- und Denkweisen uns oftmals selbst nicht bewusst ist. Um zu veranschaulichen, wie interkulturelles Lernen praktisch aussehen kann und um zur eigenen Arbeit mit diesem Ansatz anzuregen, bietet sich „global playing“, ein interkulturelles Kartenspiel, an.
 

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Man nehme eine Gruppe von 8 bis 25 Teilnehmern, 3 paar Socken, 120 Münzen und 90 Minuten Zeit. Das sind die Voraussetzungen um das „Recht auf Gleichheit an Würde und Rechten", das „Recht auf Bildung" und das „Recht auf Gesundheit, Nahrung und Obdach" greifbar und erlebnisorientiert thematisieren zu können. Die Übung nennt sich „Der Kampf um Geld und Macht" und ist dem Handbuch zur Menschenrechtsbildung entnommen, beide sollen im Folgenden näher dargestellt werden.

2009 cover europa methoden part klein

Was haben „EP-Bingo", „'youngstars'-Eissschollen" und „das ‚weiße Socken'-Spiel" mit der politischen Bildung von Jugendlichen zu tun?

tutzing

Vom 2.-4. März 2009 fand im Medienlabor der Universität Augsburg ein Betzavta-Seminar zur politischen Bildung mit 11 Teilnehmenden statt. Das Seminar wurde von Betzavta-Ausbilderin Sabine Sommer moderiert und fand im Rahmen der neuen Projektkooperation der Universität Augsburg mit der Akademie Führung & Kompetenz am CAP statt.

wald

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Die Frage nach der Methodik stellt sich wohl jeder Lehrende der politischen Bildung immer wieder: Wie kann ich den Inhalt für die Lernenden am besten aufbereiten? Wie lässt sich das Thema am anschaulichsten vermitteln? Jeder hat so seine beliebtesten Methoden, die er immer wieder zum Einsatz bringt. Dennoch ist es gerade die Mischung, die Vielfalt der Methoden und ihre sinnvolle Variation, die zur optimalen Begegnung zwischen Lernendem und Lerngegenstand führt. Deshalb möchte dieser Artikel einerseits für den Grundsatz „Mischwald statt Monokultur" plädieren und genauer ausführen, welche Dimensionen Methodenvielfalt besitzt und andererseits ein paar Literaturtipps und Internetseiten zur Erweiterung und Reflexion des persönlichen Repertoires bieten.

Samstag, 13 Dezember 2008 00:00

"Planspielentwicklung leicht gemacht" - ein ResĂŒmee

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Was versteht man eigentlich unter einem Planspiel? Wie funktioniert die Methode? Und: was muss ich beachten, wenn ich selbst ein Planspiel entwickeln möchte? Diese Fragen waren es, die die Teilnehmer - 10 Studenten und Studentinnen der Erziehungswissenschaft und Sozialkunde von der Uni Augsburg - zur Fortbildung „Planspielentwicklung leicht gemacht" zusammenfĂŒhrten. Die zwei Teamerinnen, die CoActive fĂŒr dieses Wochenende engagiert hatte, konnten den Teilnehmenden all diese und noch viele weitere Fragen beantworten. Ziel des Wochenendes war es nicht nur, Informationen ĂŒber die Planspielentwicklung zu erhalten, sondern auch das Gehörte / Gelernte in der eigenen Erprobung umzusetzen. Dabei bildete die Fortbildung zugleich den Kick-off fĂŒr das Europawahl-Planspiel, das aktuell von CoActive in Kooperation mit dem Stadtjugendring und dem Europa-BĂŒro Augsburg konzipiert wird.

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Egal ob es um einen allgemeinen Meinungs- und Ideenaustausch, um eine zu fĂ€llende Entscheidung oder um die Planung eines gemeinsamen Projektes geht: immer stellt sich Gruppen die Frage, wie dies effektiv und unter Beteiligung aller geschehen kann. Gefragt ist Teamgeist und nicht EinzelkĂ€mpfer-MentalitĂ€t, und genau das ist die Zielsetzung der Technology of Participation (=ToP): Sie möchte Moderatoren, und allen, die zusammen etwas erreichen wollen Methoden bieten, die die Zeit und Energie aller Mitglieder nutzen und schnell gemeinsames Handeln ermöglichen. Dabei beruht ToP auf dem Grundsatz, dass die Beteiligung aller der SchlĂŒssel zu effizienter und harmonischer Arbeit in Gemeinschaften ist.