Nacht der Demokratie 2012 - Film, Interviews & Handreichungen

Frei nach Hermann Hesse und der Lebensweisheit "jedem Ende wohnt ein Anfang inne" trafen sich Mitte Dezember 2012 die Initiatoren, Mitveranstalter und Kooperationspartner der "Nacht der Demokratie" – die am 03. Oktober 2012 mit rund 350 Besucherinnen und Besuchern erfolgreich zu Ende gegangen war – zu einem vorerst letzten Treffen im gewohnten Kreis, um die Veranstaltung zu reflektieren und Ideenbausteine für Folgeprojekte zu generieren und auszutauschen.

Von allen wurde dabei mit Spannung das Endergebnis des im Rahmen der Nacht entstandenen Image-Films erwartet. Gedreht und geschnitten wurde der Kurzclip, der in wenigen Minuten Einblick in die ganze bunte Bandbreite des gebotenen Themenspektrums aus Workshops, kulturellem Rahmenprogramm und kulinarischem Buffet gibt und durch Statements von Veranstaltern und Besuchern die lebendige Atmosphäre des Abends wunderbar einfängt, von Christian Barnerssoi und Carolin Wolters vom Medienlabor der Universität Augsburg.

Damit folgt er ganz der Intention der von Dr. Christian Boeser, Fares Kharboutli und Florian Wenzel angefertigten Praxis-Handreichung zur "Nacht der Demokratie", die in einer Art Reisebericht mit insgesamt fünf Etappen einen möglichen Pfad durch den Organisationsdschungel einer solchen Großveranstaltung weist.

Dass sich der Aufwand eindeutig lohnt, bewiesen nicht nur die positiven Fazits und Resümees aller Beteiligten am Ende des "making-of"-Films, sondern auch und gerade der auf dem Abschlusstreffen spürbare Drang, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sondern die im Laufe der Vorbereitung zur „Nacht der Demokratie" entstandene positive Dynamik einzufangen, aufrecht zu erhalten und in neuen Projekten fortzuführen.

Auf welchen Wegen dies geschehen könnte, wurde denn auch eifrig diskutiert. Neben der Idee einer etwas "gepimpten" Neuauflage der „Nacht der Demokratie" im Jahr 2014, kamen beispielsweise Vorschläge zu Möglichkeiten der Bewerbung des Konzepts auf kommunaler Ebene oder zum Einreichen der beiden entstandenen Filme auf Kurzfilmwettbewerben. Doch auch thematische Ausschnitte aus der breiten Vielfalt der Nacht sollen nicht in Vergessenheit geraten, sondern durch professionelle Aufbereitung für ähnliche Veranstaltungen nutzbar gemacht werden.

So entstand etwa eine Handreichung zum Computerspiel "Genius – im Zentrum der Macht", in der die Erfahrungen zur Vermittlung politischer Bildungsinhalte mit Hilfe eines modernen Mediums zusammengefasst und Tipps und Tricks zur Umsetzung zu finden sind. Zusätzlich ging auch aus dem Workshop "Argumentationstraining gegen Politik(er)verdrossenheit" eine Handreichung hervor, die so oder so ähnlich in anderen Kontexten neu aufgelegt werden kann. Spannende Diskussionen sind dabei garantiert, wie das kurze Hineinschnuppern auf der Fortbildungs-und Forsetzungsveranstaltung des "Netzwerks Politische Bildung Bayern" Mitte Dezember eindrücklich belegte.

Alles in allem bestehen nach der "Nacht der Demokratie" also zahllose Anknüpfungspunkte, die nur darauf warten, von engagierten und inspirierten Institutionen und Personen aufgegriffen zu werden: Die Bälle liegen bereit, sie müssen nur noch aufgehoben und zugeworfen werden!