Nachgefragt: Ulrich Weber vom Lehrstuhl Kunstpädagogik

ulrich weber

Ulrich Weber vom Lehrstuhl für Kunstpädagogik entwarf mit seinen Studenten die Plakate für die Nacht der Demokratie. Die drei Plakatentwürfe sind in diesem Artikel zu betrachten. Darüber hinaus bietet Ulrich Weber auf seiner Homepage die Möglichkeit eine E-Card als digitale Einladung zur Veranstaltung zu versenden. In einem kurzen Gespräch haben wir mit ihm über seine Arbeit und seine Erwartungen an die Nacht der Demokratie geredet.

 

Was arbeiten Sie an der Universität Augsburg?

Ich bin abgeordneter Lehrer von der Realschule und das für die Hälfte meiner Arbeitszeit. An der Universität lehre ich TZ (Technisches Zeichnen) und CAD (Computer Aided Design) für angehende Realschullehrkräfte und betreue dazu noch zwei Medienseminare.

ndd plakat 1

Wie sind Sie mit der Nacht der Demokratie in Berührung gekommen?

Ein Kollege hat mich auf das Projekt aufmerksam gemacht und schlug mir vor die Plakatgestaltung für diese Veranstlatung zu übernehmen. So bin ich dazu gekommen. Es war mal ein anderes Arbeiten als die übliche Plakatgestaltung. Normalerweise bleibt dabei viel im Ungefähren. Hier jedoch war es eine konkrete Aktion für einen ganz bestimmten Zweck. Dadurch ist man auch viel näher an das Projekt herangekommen.

Ihre Studenten haben viele gute Plakate entworfen. Letztendlich hat sich die Projektleitung für drei Varianten entschieden. Was halten Sie davon?

Ich finde es gut. Erstens natürlich für meine Studenten, dass es nicht bloß einen Gewinner gibt, sondern mehrere. Im Endeffekt können ja alle ihre Plakate auf der Nacht selber vorzeigen. Das erinnert mich an den Begriff "Inklusion". Die Demokratie sollte ja auch eine Art Inklusion sein, jeder ist dabei. Darum passt die Entscheidung wunderbar zum Thema der Nacht.

Welche Rollen nehmen Sie an der Nacht der Demokratie ein und was wird Sie dort erwarten?

In dieser Nacht sehe ich keine spezielle Rolle für mich. Ich werde mit dabei sein und sehen wie dieser Versuch ausgeht. Mich interessiert dabei sehr ob und wie man die Demokratie bei diesem Communityevent erleben kann.

Ich erwarte mir einiges von dieser Nacht und bin gespannt wie die verschiedenen Zielgruppen bei dieser Veranstaltung zu einer Art Community zusammengefassst werden und was sich daraus dann entwickelt.

ndd plakat 2

Zum Abschluss noch eine Frage. Inwiefern hat Ihrer Meinung nach Kunst etwas mit Demokratie zu tun?

Nach den bisherigen Definitionen gilt Kunst oft als etwas Elitäres. Auf der anderen Seite ist Kunst auch immer Kommunikation. Also zwangsläufig immer mit dabei. Es ist immer eine Definitonssache. Die heurige Documenta kann hier ein Beispiel sein. Sie wird sehr stark angenommen, gerade auch weil sie niemanden ausschließt, alle mit einschließt und Verbindungen aufbaut.

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Vielen Dank für das Gespräch und an das Medienseminar mit Anja Baumgartner, Jessica Fiedler, Michaela Rapp, Helena Reindl und Malte Römer für die Mitwirkung an der Plakatgestaltung.

Alle Plakate werden an der Nacht der Demokratie ausgestellt.

Das Interview führte Ferdinand Jungmaier für das Netzwerk Politische Bildung Bayern.