Rund 70 Politische Bildner und Bildnerinnen aus Schulen, Jugendverbände, Gedenkstätten, Institutionen

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Foto: Doerthe Winter

der Erwachsenenbildung, und Universitäten brachten am 22. Juni 2010 beim dritten Netzwerkforum der politischen Bildung in Bayern ihre Expertise ein. Im Dokumentationszentrum des Reichsparteitagsgeländes Nürnberg wurden Herausforderungen für die politische Bildung aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und durch verschiedene Methoden diskutiert und weiterentwickelt.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam durch die Kooperationspartner des Netzwerks Politische Bildung Bayern, der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungarbeit, der Universität Augsbug sowie der Akademie Führung & Kompetenz am CAP München organisiert. Miriam Apffelstaedt, Projektleiterin des Netzwerks Politische Bildung Bayern und Christian Fey, freier Mitarbeiter im Netzwerk, moderierten den Tag.

OpenWritable-Phase auf dem 3. Netzwerkforum

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Foto: Doerte Winter

Ein Schwerpunkt des dritten Netzwerkforums waren die themenbezogenen Kleingruppendiskussionen, die diesmal in Form des Open WriTable abgehalten wurden.

Diese Methode, die zum ersten Mal überhaupt zum Einsatz kam und viel positives Feedback erhalten hat, adaptiert bewährte Prinzipien der Großgruppenmethode Open Space und versucht sie durch eine Verschmelzung mit der Methode des Schreibgesprächs an die Bedürfnisse des Netzwerkforums 2010 anzupassen. Kurz gefasst: es werden vorgeschlagene Themen in Kleingruppen diskutiert und die Teilnehmer dieser Kleingruppen haben dabei die Möglichkeit ihre Diskussion direkt auf der Tischdecke zu „protokollieren" und zu visualisieren.

Thomas Bernhardt - Referent auf dem Netzwerkforum 2010

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Foto: Doerte Winter

In den letzten Jahren wird Web 2.0 als Phänomen zunehmend ernsthaft(er) beschrieben und auch erforscht. Nicht mehr nur Zukunftsforscher und solche die es gerne wären verkünden prophetenartige Zukunftsvisionen von der Internetgesellschaft, es findet auch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den empirischen Realitäten der Internetnutzung statt.

Man kennt diese frustrierende Situation von Anne Will und Co.: Eine interessante Debatte wird geführt, aber die geladenen Experten diskutieren aus subjektiver Sicht, geben für einen selbst wichtigen Aspekten nicht ausreichend Raum. Man möchte am liebsten mitdiskutieren, nachfragen oder kommentieren. Die Fish-Bowl Methode macht's möglich und beim diesjährigen Forum des Netzwerks Politische Bildung Bayern wurde sie erfolgreich eingesetzt. Dr. Siegfried Schiele, der ehemalige Leiter der Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg und Carolin Auner von der Akademie im CPH haben sich bereit erklärt, provokante Thesen zur politischen Bildung aufzustellen und diese mit diskussionsfreudigen Publikumsexperten zu vertiefen.

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Methoden spielen eine wichtige Rolle in Vermittlungsszenarios der Erwachsenen- und Jugendbildung. Jörg Knoll zufolge sind Methoden im komplexen Geflecht von Lehr-/Lernsituationen, das von institutionellen Vorgaben, bestimmten Lern- oder Kompetenzzielen, Bedürfnissen und Eigenarten der Zielgruppen, räumlichen und personellen Rahmenbedingungen bestimmt ist, der einzige Faktor, der sich im vollen Zugriff des oder der Lehrenden befindet. Sie sind damit das herausragende Stellrad im System „Bildungs, Lern- bzw. Entwicklungsprozess" und verdienen als Hauptinstrument und Werkzeug des Lehrens und Lernens daher besondere Aufmerksamkeit und Reflexion.

Drittes Forum des Netzwerks Politische Bildung Bayern am 22. Juni 2010 in Nürnberg.

Hat politische Bildung ihre Tiefen- und Breitenwirkung verfehlt, so wie es Dr. Siegfried Schiele, ehemaliger Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, im Magazin kursiv, Ausgabe 1/2009, formuliert? Ist stärkere Elementarisierung eine Alternative? Wie können wir Emotionen und Einstellungen in der politischen Bildung fördern?

Wie steht es um unser Wissen und unsere Konzepte für den zunehmend an Bedeutung gewinnenden Bereich der internetbasierten Kommunikation rund um die Schlagworte „Web 2.0, Social Networking, Social Media"? Prof. Dr. Beat Döbeli-Honegger (Pädagogische Hochschule Zentralschwyz) sprach auf der Tagung „Web 2.0 und politische Bildung" der Bundeszentrale für politische Bildung im Februar 2010 von den Herausforderungen der Zwischenbeziehung von realer Welt und virtueller Welt.

 
Dienstag, 30 März 2010 00:00

Programm des Dritten Netzwerkforums am 22. Juni

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 Am 22. Juni 2010 fand unter dem Motto "Prepared to share? - Herausforderungen für dieforumosag 400

 "politische Bildung" das dritte Netzwerkforum statt.

 An dieser Stelle erhalten Sie Informationen zum Programm.