Bei Tagungen ist das Programm häufig straff geplant und genau strukturiert. Es sollen viele Informationen zugänglich gemacht werden, doch bleibt dafür nur wenig Zeit. Bei Fachtagungen kommt hinzu, dass die Teilnehmer häufig selbst Experten sind. Sie verfügen über ein hohes Maß an Wissen auf ihrem Gebiet und gehen in ihren Praxisprojekten oftmals erfolgreiche und innovative Wege. Von diesem Wissen und den Erfahrungen können die anderen Teilnehmer profitieren und lernen. Weiß man über die Projekte, Ziele und Arbeitsweisen der anderen, können sich Erfahrungen ergänzen.

 

Demokratie lernen. Wozu? Diese Frage bildet das Fundament für die Fragen nach den Orten und Möglichkeiten des Demokratie-Lernens.
Herr Prof. Dr. Joachim Detjen erläuterte seine Auffassung zu diesem Thema in seinem Vortrag am ersten Arbeit der Tagung. Anschließend leitete er die Duskussionen der Teilnehmenden an und beteiligte sich auch hier mit seinem Fachwissen.


Um sich die Argumentationsstränge seines Vortrags noch einmal ins Gedächtnis rufen zu können finden Sie unten die PowerPoint-Präsentation.
 

 

Am zweiten Tag des Netzwerksforums in der Evangelischen Akademie Tutzing wurde es interaktiv - durch den Einsatz der Open-Space-Methode. Die Teilnehmer konnten während der Phase des Open-Space ihre eigenen Gedanken und Ideen einbringen und in Gruppen diskutieren, oder einfach nur zuhören. Dabei stand das selbstorganisierte und eigenverantwortliche Arbeiten im Zentrum.

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Unter dem Motto „It's the democracy, stupid! Demokratie lernen. Wo? Wie? Wozu? Fand das 4. Forum des Netzwerks Politische Bildung Bayern in der Evangelischen Akademie Tutzing statt. Die Tagung am 9. und 10. Juni 2011 ermöglichte Projekte und methodische Herangehensweisen zum Demokratielernen kennenzulernen und zu diskutieren. Neue politische Bildner und Institutionen ebenso wie solche, die politische Bildung schon länger betreiben konnten dabei alte Kontakte pflegen und neue Kontakte kennenlernen.

 

 

Auch in diesem Jahr nutzten zahlreiche spannende Projekte die Chance, sich auf dem 4. Netzwerkforum "It´s the democracy, stupid!" des Netzwerks Politische Bildung Bayern zu präsentieren. Die Teilnehmer des Forums hatten nach einer Kurzvorstellung der Projekte die Möglichkeit Fragen zu stellen und weiterführende Informationen einzuholen.
Der Ausstellungsführer zur Präsentissage stellt noch einmal alle Projekte vor und beinhaltet viele Informationen, sowohl für die Teilnehmer, als auch für diejenigen, die dieses Jahr leider nicht am Forum teilnehmen konnten.

Referentenvorstellung und Ausstellungsführer des 4. Netzwerkforums als PDF:

pdf small Ausstellungsführer 4. Netzwerkforum

 

 

"Demokratie lernen. Wozu?" mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die Podiumsdiskussion mit Politikern der im Bayerischen Landtag vertretenen Parteien auf dem 4. Netzwerkforum der Politischen Bildung in Bayern am 9. und 10. Juni 2011. Auf dem Podium werden Anne Franke (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Ursula Männle (CSU), Julika Sandt (FDP), Prof. Dr. Michael Piazolo (Freie Wähler) sowie Dr. Linus Förster (SPD) vertreten sein.

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©wrw /pixelio.de

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Demokratie lernen. Wozu? Diese Frage bildet das Fundament für die Fragen nach den Orten und Möglichkeiten des Demokratie-Lernens.

Herr Prof. Dr. Joachim Detjen erläutert zwei Gründe, warum wir Demokratie lernen müssen. Der erste Grund bezieht sich auf die Erhaltung des demokratischen Systems an sich. "Wir müssen Demokratie lernen, weil die Demokratie als Regierungs- bzw. Herrschaftsform oder Verfassungsordnung bestimmte Ansprüche an uns Bürger stellt, die wir erfüllen müssen, damit sie funktioniert". Der zweite Grund richtet den Blick auf die Individuen innerhalb eines demokratischen Systems. "Wir müssen etwas über Demokratie lernen und die Mechanismen in einer Demokratie begreifen, damit wir uns erfolgreich in diesem System bewegen können. Erfolgreich meint, dass wir in der Lage sind unsere Anliegen und Interessen zu formulieren, die uns wichtig sind und die Instanzen der Demokratie, also die gewählten Akteure, diese dann auch befriedigen können", erläutert Prof. Dr. Detjen weiter.

 

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Politische Bildung braucht eine neue Öffentlichkeit: Sie muss an öffentliche Orte zurückkehren, will sie auch in Zukunft erfolgreich sein. Dr. Alexander Klier, DGB Bildungswerk Bayern, präzisiert dieses Plädoyer anhand fünf prägnanter Thesen und verdeutlicht dabei die grundlegende Notwendigkeit ebenso wie die Voraussetzungen und den historischen Rückbezug der Forderung. Wie der öffentliche Raum wieder ein Raum Politischer Bildung werden kann, entfaltet Dr. Klier dabei exemplarisch anhand des Projekts „Brücken zur Demokratie". Diese Gedankengänge werden auch die Grundlage seines Vortrags auf dem diesjährigen Netzwerkforum in Tutzing sein.

 

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Unter diesem Titel steht das vierte Netzwerkforum der politischen Bildung in Bayern, zu dem wir Sie am 9. und 10. Juni 2011 sehr herzlich in der Evangelischen Akademie Tutzing begrüßen wollen. Es erwarten Sie sowohl Antworten aus unterschiedlichsten Perspektiven auf die Fragen nach dem Wo, Wie und Wozu von Demokratie-Lernen, als auch die Möglichkeit, eigene Gedanken und Erfahrungen mit anderen Interessierten und Akteuren der politischen Bildung auszutauschen und sich somit vielfältig inspirieren zu lassen.

 

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"Friedliche Koexistenz im Verkehr durch Shared Space"- Modell für einen solidarischen Interessenausgleich in der Demokratie? - Prof. Dr. Heiner Monheim auf dem Netzwerkforum 2011.

"Die Teilnahme im Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und Rücksicht" (StVO § 1 (1))

Man kann sich fragen, was hat der erste Paragraph der Straßenverkehrsordnung mit Demokratie-Lernen zu tun? "Der Straßenverkehr ist nach Herrschaftsprinzipien organisiert und passt eigentlich nicht zu der Idee der friedlichen Koexistenz, welcher im Paragraph 1 beschrieben wird", meint Prof. Dr. Heiner Monheim. Auf dem 4. Netzwerkforum "It´s the democracy, stupid! Demokratie-Lernen. Wo? Wie? Wozu?" wird Prof Dr. Heiner Monheim den ungewohnten Ort des Straßenverkehrs, anhand des Modells des Shared Space mit demokratischen Prinzipien in Verbindung setzten.