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Jahresrückblick 2008
Geschrieben von: Magdalena Blon und Erika Rempel   
Mittwoch, den 07. Januar 2009 um 10:24 Uhr
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icon_nachgefragt_80px.gifZum Jahreswechsel blicken wir auf viele Highlights in der politischen Bildungslandschaft zurück, die dem Vernetzungsportal www.politische-bildung-bayern.net im vergangenen Jahr seine Lebendigkeit verliehen haben.
Wir vom Netzwerkteam hatten vor Ort nachgefragt, wie politische Bildung funktionieren kann und welche Motive erfolgreiche Projektinitiativen voranbringen.
Wir möchten an dieser Stelle einige der vielen Projekte, kreativen Aktionen und die Sichtweisen ihrer Initiatoren in Erinnerung rufen.
Im Zentrum dieser Bildungsangebote steht meist die Idee der persönlichen Betroffenheit und der aktiven Auseinandersetzung, die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und der Zugang zum Thema über zielgruppenadäquate Medien.

Diana Sturzenhecker von wahlfein.de beispielsweise will die Menschen persönlich erreichen, denn dann lässt sich politische Bildung am besten vermitteln. Bei Jugendlichen kann dies über das Internet gelingen. "Politische Aktionen sollten von Jugendlichen selbst kommen."

Auch Susanne Jörg legt bei der Aktion Her mit dem Handy! großen Wert darauf, dass gerade Jugendlichen „die Themen nicht 'aufgedrückt werden', sondern gemeinsam mit ihnen entwickelt werden." So sensibilisiert politische Bildung für wichtige weltweite Themen, die jeden angehen.
Und weil Politische Bildung "ein wichtiges Instrument auf dem Weg zu einem verantwortungsbewussten Mitglied der Gesellschaft" ist, wird im Integrativen Kinderhaus, Halfing schon frühzeitig „Selbsttätigkeit, Eigenverantwortungund demokratische Mitwirkung gefördert". Theresia Kuchinka ist der Überzeugung: „Kinder sind wesentlich politischere Wesen als man denkt."

2008_bpfotomarionschaefer.jpgMarion Schäfer (Kinder und Jugendforum München. Auf die Perspektive kommt es an - Münchner Kinder mischen mit. Der Kinder-Aktions-Koffer) betont: „Es  ist wichtig, dass Kinder merken, wenn sie sich für etwas interessieren und engagieren und ihre Meinung öffentlich kundtun, dann werden ihre Anliegen im möglichen Rahmen auch umgesetzt." Sie ist der Überzeugung, dass ihr Projekt unter anderem deshalb erfolgreich ist, „... weil viele verschiedene Akteure an einem Tisch sitzen."

Dieser Gedanke des Zusammenwirkens spielt  auch für Kristin Richter von CoActive eine zentrale Rolle: „Unbedingt gebraucht wird eine Vernetzung der politischen Bildung. Ich merke manchmal, dass ganz viele an ähnlichen 'Baustellen' arbeiten. Durch eine reale Vernetzung müsste nicht jeder immer das Rad neu erfinden, beziehungsweise politische Bildung neu erfinden".
Die Initiative CoActive spricht mit ihren Angeboten in erster Linie Jugendliche an und diese sind,

wie Barbara Tham (Forschungsgruppe Jugend für Europa am Centrum für angewandte Politikforschung ) feststellt „weder passiv noch politikverdrossen", sondern benötigen Angebote, "die es ihnen ermöglichen, sich zu engagieren". Dies muss auch im Anschluss an Aktionen ermöglicht werden, denn "Sehr gute einmalige Projekte verpuffen, wenn sich die Jugendlichen im Nachhinein nicht weiter informieren oder engagieren können."

banfield-mumb.jpgAlexander Banfield-Mumb (polipedia.at) möchte in der politischen Bildung durch neue digitale Medien eine „Brücke" zu Jugendlichen aufbauen. "Das bedeutet, sie sind nicht nur bloße KonsumentInnen von Inhalten zur politischen Bildung, sondern zugleich auch deren ProduzentInnen."

2008_wahlomat_brandt.jpgAls "Appetitanreger für politische Fragen" soll der Wahl-O-Mat fungieren. Er ist ein Angebot von jungen Leuten für junge Leute. Den meisten Menschen macht es Spaß den Wahl-O-Mat zu nutzen und das ist sehr wichtig, "weil Politik gerade bei jungen Menschen immer als dröge und langweilig gilt" (Pamela Brandt).

Gregor Hackmack und Boris Hekele geht es mit ihrer Internetplattform abgeordnetenwatch.de vor allem darum „Transparenz zu schaffen, damit Bürger und Politiker wieder mehr Vertrauen zueinander finden. Und das ist beidseitig."

Lienhard Barz
vom Projekt „Bäume für Menschenrechte" sieht ganz grundsätzlich die Menschenrechte als immer gültige Leitlinie in der  politische Bildung. Auch für ihn ist „Politische Bildung  dann wirksam, wenn sich die Menschen mit dem Thema identifizieren können und  es sie persönlich betrifft."

Neugierig geworden?
Wenn Sie sich entscheiden die Köpfe hinter den Idee kennen zu lernen und darüber hinaus über spannende neue Projekte in der Politischen Bildung diskutieren möchten, freuen wir uns, Sie auf dem nächsten Netzwerkforum in Tutzing zu treffen!

 
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