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Zum
Jahreswechsel blicken wir auf viele Highlights in der politischen
Bildungslandschaft zurück, die dem Vernetzungsportal www.politische-bildung-bayern.net
im vergangenen Jahr seine Lebendigkeit verliehen haben.
Wir vom Netzwerkteam hatten vor Ort nachgefragt, wie politische Bildung
funktionieren kann und welche Motive erfolgreiche Projektinitiativen
voranbringen.
Wir möchten an dieser Stelle einige der vielen Projekte, kreativen Aktionen und
die Sichtweisen ihrer Initiatoren in Erinnerung rufen.
Im Zentrum dieser Bildungsangebote steht meist die Idee der persönlichen
Betroffenheit und der aktiven Auseinandersetzung, die Erfahrung von
Selbstwirksamkeit und der Zugang zum Thema über zielgruppenadäquate Medien.
Diana Sturzenhecker von
wahlfein.de
beispielsweise will die Menschen
persönlich erreichen, denn dann lässt sich politische Bildung am besten vermitteln. Bei
Jugendlichen kann dies über das Internet gelingen. "Politische Aktionen
sollten von Jugendlichen selbst kommen."
Auch Susanne Jörg
legt
bei der Aktion Her mit dem Handy!
großen Wert darauf, dass gerade Jugendlichen „die Themen nicht 'aufgedrückt werden', sondern gemeinsam
mit ihnen entwickelt werden." So sensibilisiert politische Bildung für wichtige
weltweite Themen, die jeden angehen.
Und weil Politische Bildung "ein wichtiges Instrument auf dem Weg
zu einem verantwortungsbewussten Mitglied der Gesellschaft" ist, wird im
Integrativen Kinderhaus, Halfing schon frühzeitig „Selbsttätigkeit, Eigenverantwortungund demokratische Mitwirkung gefördert". Theresia Kuchinka
ist der Überzeugung: „Kinder sind wesentlich politischere Wesen als man
denkt."
Marion Schäfer
(Kinder und Jugendforum München. Auf die Perspektive kommt es an - Münchner Kinder mischen mit.
Der Kinder-Aktions-Koffer)
betont: „Es ist wichtig, dass Kinder
merken, wenn sie sich für etwas interessieren und engagieren und ihre
Meinung öffentlich kundtun, dann werden ihre Anliegen im möglichen
Rahmen auch umgesetzt." Sie ist der Überzeugung, dass ihr Projekt unter
anderem deshalb erfolgreich ist, „... weil viele verschiedene Akteure an einem
Tisch sitzen."
Dieser Gedanke des Zusammenwirkens spielt
auch für Kristin Richter
von CoActive
eine zentrale Rolle: „Unbedingt
gebraucht wird eine Vernetzung der politischen Bildung. Ich merke manchmal,
dass ganz viele an ähnlichen 'Baustellen' arbeiten. Durch eine
reale Vernetzung müsste nicht jeder immer das Rad neu erfinden, beziehungsweise politische Bildung neu erfinden".
Die Initiative CoActive spricht mit ihren Angeboten in erster Linie Jugendliche
an und diese sind,
wie Barbara Tham
(Forschungsgruppe Jugend für Europa
am Centrum für angewandte
Politikforschung ) feststellt „weder passiv noch politikverdrossen",
sondern benötigen Angebote, "die es ihnen ermöglichen, sich
zu engagieren". Dies muss auch im Anschluss an Aktionen ermöglicht werden, denn "Sehr gute einmalige Projekte verpuffen, wenn sich die Jugendlichen im Nachhinein nicht weiter informieren oder engagieren können."
Alexander Banfield-Mumb
(polipedia.at) möchte in der politischen Bildung durch
neue digitale Medien eine „Brücke" zu Jugendlichen aufbauen. "Das bedeutet, sie sind nicht nur bloße KonsumentInnen von Inhalten zur
politischen Bildung, sondern zugleich auch deren ProduzentInnen."
Als "Appetitanreger für politische Fragen" soll der Wahl-O-Mat fungieren. Er ist ein
Angebot von jungen Leuten für junge Leute. Den meisten Menschen macht es Spaß
den Wahl-O-Mat zu nutzen und das ist sehr wichtig, "weil Politik gerade bei
jungen Menschen immer als dröge und langweilig gilt" (Pamela Brandt).
Gregor Hackmack
und Boris Hekele geht es mit ihrer Internetplattform abgeordnetenwatch.de
vor allem darum „Transparenz zu schaffen, damit Bürger und Politiker wieder
mehr Vertrauen zueinander finden. Und das ist
beidseitig."
Lienhard Barz
vom Projekt „Bäume für Menschenrechte" sieht ganz grundsätzlich
die Menschenrechte als immer gültige Leitlinie in der politische Bildung. Auch für ihn ist
„Politische Bildung dann wirksam, wenn
sich die Menschen mit dem Thema identifizieren können und es sie persönlich
betrifft."
Neugierig geworden?
Wenn Sie sich entscheiden die Köpfe hinter den Idee kennen zu lernen und
darüber hinaus über spannende neue Projekte in der Politischen Bildung
diskutieren möchten, freuen wir uns, Sie auf dem nächsten Netzwerkforum in
Tutzing
zu treffen!
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