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Geschrieben von: Philip Neumann
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Donnerstag, den 10. Dezember 2009 um 06:12 Uhr |
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Spielen
ist ein Urtrieb des Menschen. Seit etwa fünf Jahrzehnten kann man dieses
Verlangen auch virtuell ausleben. Computerspiele haben sich seither von einer
Subkultur zu einem absoluten Mainstream-Phänomen entwickelt. Auch das Klischee
vom typischen Spieler - ein von Akne geplagter Jugendlicher, der sich einsam
die Nächte vor dem Bildschirm um die Ohren schlägt - ist längst überholt.
Spieler finden sich in allen Alters- und Gesellschaftsschichten. Trotz der
weiten Verbreitung und großen Beliebtheit existieren dennoch eine Menge
ablehnender Vorurteile.
Während
das virtuelle Spielen in asiatischen Ländern wie Korea bereits zur
Alltagskultur gehört, fristet es in Europa noch immer ein gesellschaftliches
Nischendasein. Natürlich sind nicht alle Gefahren, die von Kritikern angemahnt
werden, aus der Luft gegriffen. Der falsche Umgang mit Computerspielen birgt
durchaus Risiken. Bei dauerhaftem Abtauchen in die virtuelle Welt drohen Sucht
oder soziale Isolation.
Betreuung durch eSport-Profi und ausgebildete Pädagogen
An diesem Punkt setzt das innovative Konzept von GamePäd an. Das von Augsburger
Studenten ins Leben gerufene Projekt bietet einwöchige Seminare zum richtigen
Umgang mit Computerspielen an. Dabei wird auf die Idee des Edutainment, also
die Verbindung von Lern- und Unterhaltungsebene, zurückgegriffen. Die
Teilnehmer werden nicht nur über Games sprechen, sondern auch selbst aktiv spielen.
Betreut werden sie dabei von einem ehemaligen eSport-Profi, der seine
Erfahrungen weitergeben und Tipps und Kniffe verraten wird. Im Gespräch mit
ausgebildeten Pädagogen reflektieren die Seminarteilnehmer anschließend ihr
Spielverhalten und ihren Spielalltag. Darüber hinaus gibt es zahlreiche
Aktivitäten in der wirklichen Welt. Die Teilnehmer wohnen im
Selbstversorgerhaus des Stadtjugendringes Augsburg, besuchen den Hochseilgarten
und nehmen an gemeinsamen Ausflügen teil.
Dadurch, dass Spielen nicht belächelt, sondern ernst genommen und sogar
gefördert wird, entsteht ein direkter Kontakt zu den Teilnehmern und damit eine
offene und aufnahmebereite Atmosphäre. Durch die intensive Betreuung und die
gemeinsamen Aktivitäten, werden die Fähigkeit zur Selbstreflexion geschult und
sogenannte Soft Skills wie Kritik- und Teamfähigkeit vermittelt. Der Einsatz
der Lernsoftware Genius rundet den Workshop ab.
Das Projekt richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene ab 16
Jahren. Detaillierte und aktuelle Information gibt es auf der Homepage
www.erlebe-gamepaed.de und dem Blog http://gamepaed.wordpress.com .
Einen besonderen Hinweis verdienen auch unsere Sponsoren und Partner. Die Firma
Fujitsu - Fujitsu Technology Solutions GmbH Augsburg war sofort von unserer
Idee begeistert und übernahm die technische Ausstattung der Seminare. Zu diesem
Zweck wurden uns 25 Systeme der High End Gaming Station „Celsius Ultra" im Wert
von jeweils gut 4000 € kostenlos zur Verfügung gestellt. Freundliche
Unterstützung erfuhren wir außerdem durch den Stadtjugendring Augsburg, das
Netzwerk politische Bildung Bayern und die Fachschaft Pädagogik der
Universität Augsburg.
Ihnen allen sei an dieser Stelle aufs herzlichste gedankt.
Perspektivisch ist außerdem eine Partnerschaft mit MODULAR-Festival in Augsburg
geplant.
Termine
Samstag 27. März bis Donnerstag 01. April 2010
bzw. Samstag 03. April bis Donnerstag 08. April 2010
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