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Rundbrief - März 2010

Rundbrief - März 2010

Politische Bildung Bayern

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

Herzlich willkommen zum Rundbrief des Projekts Politische Bildung Bayern!

 

Bereits 1959 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Erklärung zum Rechte des Kindes verabschiedet. Eine Erklärung ist an sich natürlich eine gute Sache, aber richtig verbindlich ist sie nicht. Aus diesem Grund regte die polnische Regierung 1979 an, aus der Erklärung zum Rechte des Kindes eine Konvention zu machen. 10 Jahre später war es dann soweit, die Arbeit am Inhalt der Kinderrechtskonvention war abgeschlossen, sie musste nur noch von den Staaten unterzeichnet und anschließend ratifiziert werden. Deutschland unterschrieb 1990, Somalia und die USA überhaupt nicht. 1992 trat die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland in Kraft. Somit wird sie dieses Jahr sozusagen volljährig.


Ob die weltweite Ratifizierung der Konvention tatsächlich zu mehr Verbindlichkeit geführt hat lässt sich zumindest in Frage stellen. Und auch wenn man eine Verbindlichkeit voraussetzt, lassen es die Umstände in einigen Ländern offensichtlich nicht zu, das in der Kinderrechtskonvention Festgehaltene umzusetzen. So schätzt beispielsweise UNICEF, dass allein 2007 51 Millionen Kinder nach ihrer Geburt nicht registriert wurden, also offiziell gar nicht existieren. Wer offiziell nicht existiert, steht offiziell unter keinem Schutz und wer nicht existiert kann auch keine Rechte haben. Dieser Sachverhalt mag sich in Deutschland auf einige tragische Ausnahmefälle beschränken, doch nicht nur das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Regelsätzen für Hartz IV Empfänger und deren Kinder zeigt, dass auch in der Bundesrepublik die Kinderrechtskonvention noch mal genauer ins Visier genommen werden könnte. So hat die Bundesregierung 1992 gegenüber den Vereinten Nationen eine Vorbehaltserklärung zur Kinderrechtskonvention abgegeben. Unter anderem wird sich vorbehalten, Inländer und Ausländer rechtlich unterschiedlich zu behandeln.

 

Unsere Themen:

  • Best Practice Nachgefragt: Hubert Leitsch vom Projekt „Juniorbotschafter für Kinderrechte“

  • Kinderrechte – zur Volljährigkeit

  • Praxisspicker: Kinderrechte-Raten - ein spielerischer Einstieg

  • Termine

     



Best Practice Nachgefragt: Hubert Leitsch vom Projekt „Juniorbotschafter für Kinderrechte“

NachgefragtSeit 2003 veranstaltet UNICEF Deutschland einen jährlich stattfindenden Wettbewerb - "JUNIORBOTSCHAFTER" - der aktives Engagement für die Kinder der Welt und deren Rechte stärken möchte.


Seit Beginn haben über 65.000 Kinder sich im Rahmen des Wettbewerbs mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigt: Mit der Situation der Kinder und Jugendlichen in den Entwicklungsländern, mit dem Recht auf Schule oder auch mit so schwierigen Themen wie Kindersoldaten, Kinderhandel, Kinderarbeit oder Mädchenbeschneidung.


Die feierliche Preisverleihung mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus ganz Deutschland sowie prominenten Gästen findet in der Frankfurter Paulskirche statt Die UNICEF - Arbeitsgruppe Frankfurt a. Main ist bei der Veranstaltung in der Paulskirche behilflich.


Wir haben mit Herrn Hubert Leitsch, dem Leiter der Arbeitsgruppe, über den Wettbewerb und über Kinderrechte gesprochen. „Es geht zum Beispiel um Gleichheit, Gesundheit, Bildung, gewaltfreie Erziehung, Recht auf Existenz, also Registrierung. Das Letztgenannte ist in manchen Teilen der Welt tatsächlich noch ein schwerwiegendes Problem. Ohne offiziell zertifizierte Existenz einer Person, bleiben ihr die meisten anderen Rechte ebenfalls verwehrt. Für uns hier ist das etwas Selbstverständliches und man denkt daher nicht häufig darüber nach. Aber genau dieses Nachdenken und Einfordern scheinbar selbstverständlicher Rechte soll durch den Wettbewerb angeregt werden“ so Herr Leitsch. Das komplette Gespräch können Sie hier auf unserer Website nachlesen.


Kinderrechte – zur Volljährigkeit

Theorie

Das Netzwerk Politische Bildung Bayern hat sich in den vergangen Jahren wiederholt in Artikeln, Berichten und Rezensionen dem Fragen- bzw. Themenkomplex der politischen Bildung von Kindern gewidmet. Ausgehend von den inhaltlichen Fixierungen der Kinderrechtskonvention (KRK), die in Deutschland in diesem Jahr ihren 18. Geburtstag feiert, wurden Bezüge und Konvergenzen in Theorie und Praxis zu wichtigen Themen der politischen Bildung aufgezeigt. Dies geschah vor allem im Rahmen unserer Themenrubrik „Von Anfang an".


Einen Beitrag der sich mit den Kinderrechten der KRK auseinandersetzt, sie mit aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen in Bezug setzt und sie auf das Thema Partizipation hin reflektiert finden Sie hier auf unserer Website. Außerdem enthält der Artikel eine umfangreiche Linkliste die einen tieferen Einstieg ins Thema ermöglicht.


Praxisspicker: Kinderrechte-Raten - ein spielerischer Einstieg

Praxisspicker

In unserer Kategorie „Praxisspicker“ möchten wir Ihnen in knapper Form Anregungen bieten, wie Sie unseren Rundbriefschwerpunkt aufgreifen können.


Zum Thema Kinderrechte haben wir diesmal in der Sammlung des Kinderhilfswerks die Methode „Kinderrechte raten“ gefunden. Hierbei ist die Herausforderung zu bewältigen, durch Zeichnen oder Pantomime ein Kinderrecht so darzustellen, dass die übrigen Teilnehmenden es erraten können. Das kann einen spielerischen Zugang zum Thema Kinderrechte schaffen, oder auch dabei helfen, das bereits erlernte Wissen auf lockere Weise zu verfestigen.


Den Praxisspicker finden Sie hier auf unserer Website.


Termine

Termine

Kinderrechte - Wir machen Theater draus! Theaterpädagogische Werkstatt
26. - 27.04.2010, Berlin
 

Die UN- Kinderrechtskonvention mit ihren 54 Artikeln ist zunächst ein Gesetzeswerk mit komplizierten Formulierungen und für Kinder nur schwer verständlich. Um den weiten Weg zwischen Theorie und Praxis mühelos zu beschreiten, wurden theaterpädagogische Methoden mit Erfahrungswerten zu diesem Thema verwoben.


Weitere Informationen auf unserer Website.


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
 wir hoffen, dass in unserem Rundbrief etwas Interessantes für Sie dabei war und würden uns über Ihre Anregungen sehr freuen (z.B. per E-Mail an redaktion@politische-bildung-bayern.net).


Alle bisherigen Rundbriefe finden Sie im Archiv auf unserer Website.


Technische Hinweise

Sie können jederzeit Ihre Adresse ändern oder sich aus unserem Verteiler löschen lassen. Senden Sie uns in diesem Fall eine E-Mail an die Adresse rundbrief@politische-bildung-bayern.net mit dem Betreff: „Austragen: [Ihre E-Mail Adresse]“ oder „Wechsel: [alte E-Mail Adresse] – [neue E-Mail Adresse]“. Für alle anderen Angelegenheiten rund um unser Angebot bitten wir Sie, diese Kontaktadressen zu verwenden.


Sollten Sie den Rundbrief nicht korrekt lesen können, so steht Ihnen auf www.politische-bildung-bayern.net eine Online-Version des Rundbriefs zur Verfügung.

Für weitere technische Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung: baernreuther@politische-bildung-bayern.net


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir hoffen, dass in unserem Rundbrief etwas Interessantes für Sie dabei war und würden uns über Ihre Anregungen sehr freuen (z.B. per E-Mail an redaktion@politische-bildung-bayern.net)

Der nächste Rundbrief erscheint im April.

Mit herzlichen Grüßen, auch im Namen der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und der Akademie Führung & Kompetenz,

Ihr Projektteam an der Universität Augsburg:
Miriam Apffelstaedt, Andreas Bärnreuther, , Christian Fey, Martina Mobley, Erika Rempel, Theresa Riechert, Thies Schlüter, Florian Wenzel.

Unser Info-Telefon (0821/ 598 5711) ist jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr besetzt

Das Projekt Politische Bildung Bayern wird gefördert durch:
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Das Netzwerk "Politische-Bildung-Bayern" ist ein Projekt der Universität Augsburg, angegliedert an den Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung.

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