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Die
Schülermitverwaltung des Rudolf Diesel
Gymnasiums Augsburg initiierte und konzipierte ein Präventionsprojekt zum Thema
Mobbing unter Schülern für die 6. und 7.
Jahrgangsstufe. Das Projekt wurde am 24. und 26. März 2009 unter dem Motto „Streit & Spiel“ durchgeführt.
Ziel der SMV war es, den Schülern der Unterstufe die verschiedenen Aspekte rund
um das Thema Mobbing nahe zu bringen. Anlass war der Umgang den sie bei einigen
ihrer jüngeren Mitschüler beobachtete und mit dem sich die Vertreter der
SMV nicht abfinden wollten. Mit dem Präventionstag wollten sie die Auseinandersetzung mit
Konflikten und Gewalt, gewaltfreier Kommunikation, Respekt und Toleranz und dem
Unterschied zwischen Schadenfreude und Humor zum Thema machen.
Das
Besondere an diesem Projekt ist, dass es von Schülern für
Schüler veranlasst und umgesetzt wurde. Laura
Füger, Niklas Faust und Felix Müller sind die Initiatoren des Präventionstags.
Für sie ist ein fairer und respektvoller Umgang miteinander wichtig. Deshalb
wollten sie für ihre jüngeren Mitschüler eine Möglichkeit schaffen, sich mit
dieser Thematik auseinander zu setzen. Grundlegend war für sie dabei, dass sich
die Sechst- und Siebtklässler ihre eigene Meinung zu dem Thema bilden.
Schulleiter
Dr. Gaßner und das Lehrerkollegium unterstützten die Idee der Jugendlichen und
räumten dafür entsprechende Bedingungen und Hilfen ein. Bei der Entwicklung und Vorbereitung des Projekts wurden die
Schüler von ihren Lehrkräften Frau Al-Khatib, Frau Schwab, Frau Hammer, Herr
Heigl und Herr Sturm unterstützt. Fachkundige Hilfe für die Entwicklung eines
tragfähigen Konzepts bekamen die Schüler von dem Organisationsentwickler Thomas
Wöhrl. Zusammen mit ihm formulierte eine Gruppe von Eltern, Lehrern und
Schülern Ziele und Arbeitshypothesen für einen Projekttag und erstellte dafür ein Projektdesign. Im Sinne einer „lernenden Organisation“ sollte das Lernen
durch Selbstorganisation, Vernetzung des erarbeiteten Wissens einzelner Kleingruppen,
durch Reflexion und Transfer ermöglicht werden.
An zwei
Tagen konnte das Projekt mit neun Klassen - insgesamt 270 Schüler - ganztägig
umgesetzt werden. Theaterpädagogische Improvisationstechniken wurden genutzt,
um bei der persönlichen Betroffenheit der einzelnen Schüler ansetzen zu können.
Mit gestalterischen Elementen erarbeiteten Kleingruppen einzelne Facetten der
Thematik, die dann sowohl in der Klasse als auch im Plenum vorgestellt und
reflektiert wurden. Die Moderation in den einzelnen Klassen übernahmen
Schulpsychologen, Sozial- und Theaterpädagoginnen, ein Organisationsentwickler
sowie die SMV und weitere Schülerinnen und Schüler aus der Oberstufe. Mit viel
Engagement für die Thematik setzten sich die Oberstufenschüler für das Gelingen
des Streit & Spiel -Tages ein.
Selbst
durch Klausuren, die bei einzelnen Oberstufenschüler anstanden, ließen sich
die Jugendlichen nicht abhalten. Sie verabschiedeten sich kurz um den Test mit
zu schreiben und widmeten sich gleich danach wieder mit vollem Einsatz der
Moderation.
Direkt im Anschluss wurde dasProjekt in einer
Evaluation ausgewertet um Einschätzungen und Anregungen zu sammeln.
Dabei zeigte sich, dass die SMV mit dem Ablauf des Projektes sehr zufrieden war
und die Ziele sehr gut umgesetzt fand. Auch Schüler und Betreuer gaben gute
Bewertungen ab. Schulleiter Dr. Gaßner, der von Anfang an hinter dem Projekt
stand, unterstützt eine Fortsetzung in den folgenden Jahren.
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