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Planspiel Kommunalpolitik
Geschrieben von: Peter Kührt   
Freitag, den 29. Juli 2011 um 00:00 Uhr
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Dass Jugendliche derzeit von Politik und Politikern nichts wissen wollen, ist hinlänglich bekannt. Gerade deswegen ist es doch immer wieder erstaunlich, dass Planspiele diese Abwehrhaltung aufzubrechen vermögen, wenn der Spielablauf ansprechend ist und das Geschehen von attraktiven Ansprechpartnern unterstützt wird, die die Jugendlichen ernst nehmen. Wichtig dabei ist, dass das Planspiel nicht alleine steht, sondern vor- und vor allem umfassend nachbereitet wird. Im Fokus sollte dabei die Erstellung einer Website durch die Schüler stehen. Das Planspiel wird damit zum Projekt.

Gut nachvollziehbar ist dieser kombinierte Planspiel-Projekt-Ansatz am Beispiel des wirklich empfehlenswerten dreitägigen „Planspiels Kommunalpolitik" der Friedrich-Ebert-Stiftung an einer Kaufmännischen Berufsschule in Nürnberg.

Das Planspiel wurde mit zwei Bankfachklassen durchgeführt (48 Schüler). Die Projektabwicklung erfolgte mit einer Bankfachklasse und drei Freiwilligen (31 Schüler).

Arbeitsgruppen des Projektteams waren:

• Fotogruppe

• Videogruppe

• Schreibgruppe

• Webgruppe

• Evaluationsgruppe

• Orgateam.

Die in nur fünf Stunden erstellte Website der Schüler kann sich sehen lassen. Kein einziger Schüler hatte jemals vorher ein Foto oder ein Video bearbeitet oder eine Internetseite erstellt.

Ein derartiger Output in so geringer Zeit ist nur möglich, wenn der Projekttag optimal vorbereitet und durchorganisiert ist. Jeder Projektteilnehmer muss genau wissen, was geplant ist, was er zu tun hat, wo er wie bis wann seine Dateien abspeichern muss, mit welcher Benennung und in welchem Formt dies zu geschehen hat. Ca. zehn Arbeitsgruppen (z.B. 3 x Foto, 3 x Video, 2 x Schreiben, 1 x Eva, 1 x Web) können so parallel Fotos, Videos und Texte bearbeiten und der Webgruppe zuführen, die dann die eigentlich Internetseite erstellt. Diese muss allerdings in Grundzügen vorbereitet sein (Leere Seiten mit Navigation).

Das Planspiel selbst wurde zu einem großen Erfolg und von der Presse schon fast überschwänglich kommentiert. In einer Glosse zum Zeitungsbericht hieß es:

„50 Berufsschüler ‚spielen' für zwei Stunden Parlament. Hinterher war nicht nur Oberbürgermeister Ulrich Maly von der lebhaften, fairen und ernsthaften Debatte der jungen Erwachsenen sichtbar begeistert. Auch die Schüler selbst erkannten sich kaum wieder.

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In nur drei Tagen ist bei vielen die Erkenntnis gereift, dass Kommunalpolitik doch gar nicht so spröde ist wie angenommen. Nicht nur ihr Gespür für brennende Themen wie Nahverkehr, Fahrpreise, Kinderbetreuung oder Jugendeinrichtungen zeigt, dass es doch sehr viele Demokraten unter den jungen Menschen gibt. Ihr Interesse muss nur geweckt werden. Auch ihre Diskussionskultur nötigt Respekt ab. Mancher Politiker hätte gestern im Rathaus etwas von den Schülern lernen können" (Andreas Franke, Lehrstunde für Demokratie, in: Nürnberger Nachrichten, 16.07.2011, S.11).

 

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