Ergebnisse einer Grundsatztagung*der Universität Kassel und der Evangelischen Akademie Hofgeismar im Oktober 2018: Gesellschaften in Europa driften auseinander, Parteiensysteme sind erschüttert, globale Entwicklungen verursachen Ängste und Verunsicherung. Viele Menschen suchen Antworten im Rückzug auf nationale Räume, illiberale und autoritäre Führungen. Menschenverachtung und Hass verbreiten sich in den vermeintlich „sozialen“ Medien. Diskriminierungen, Menschenfeindlichkeit, die Relativierung der NS-Verbrechen und Antisemitismus finden sich nicht nur „an den Rändern“, sondern auch „in der Mitte“ der Gesellschaft. Eine große Distanz und Ablehnung von politischen Akteuren, Institutionen, Medien und öffentlichen Diskursen bedrohen demokratische Verfahren. Diese Phänomene spiegeln gesellschaftliche Konflikte und verweisen zugleich auf offenkundige Defizite und einen dringenden Handlungsbedarf zur Stärkung Politischer Bildung in der Schule. Mit häufig lediglich einer Unterrichtsstunde/Woche ab Klasse 8, die in Haupt- und Realschulen sowie in beruflichen Schulen zwischen 50 und 80 % fachfremd unterrichtet wird, können Schulen ihren demokratischen Bildungsauftrag nicht gerecht werden. Die folgenden Forderungen richten sich an bildungspolitische Akteure in den Landtagen, Fachverbänden und Gewerkschaften sowie an Universitäten, Studienseminare, Aus- und Weiterbil-dungsinstitutionen.

 

Eine demokratisch verfasste und freiheitliche Republik ist auf freie, selbstbewusste und politisch mündige Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Die politische Bildung fördert diese politische Mündig­keit, indem sie in Schulen, Betrieben, Hochschulen, in der Jugendarbeit und der Erwachsenenbildung  mit ihren Lernangeboten die politische Urteils- und Handlungsfähigkeit von Menschen entwickeln hilft und zu politischem Engagement ermutigt. In diesen Lernangeboten können Menschen sich frei äußern, neues Wissen und Verstehen erwerben und sich auch mit ihnen bislang weniger vertrauten politischen Sichtweisen auseinandersetzen.

„Ich bin Münchner – Ich bin Muslim“ / „Ich bin Münchnerin – Ich bin Muslima“ – unter diesem Motto steht die aktuelle Postkarten-Aktion der Fachstelle für Demokratie der Landeshauptstadt München. „Ziel der Aktion ist es, die Vielfalt muslimischen Lebens in München und dessen tiefe Verwurzelung in der Münchner Stadtgesellschaft darzustellen“, erklärt Miriam Heigl, Leiterin der städtischen Fachstelle für Demokratie.

 

Bundeskongress vom 7. bis 9. März 2019 in Leipzig / Thema: Emotionen in Politik und Gesellschaft

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb richtet gemeinsam mit der Deutschen Vereinigung für politische Bildung (DVpB) und dem Bundesausschuss politische Bildung (bap) den 14. Bundeskongress Politische Bildung aus. Lokaler Kooperationspartner ist die Volkshochschule Leipzig.

Freitag, 02 November 2018 14:14

Seminarkonzept "Betzavta/Miteinander"

geschrieben von

Seit gut 20 Jahren wird in Deutschland mit dem Ansatz von Betzavta (hebr. Miteinander) gearbeitet, der darauf fokussiert, klassische Konflikte und Auseinandersetzungen um 'richtig' und 'falsch' in Dilemmata umzuwandeln, die das Bewusstsein für verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten des persönlichen und gesellschaftlichen Miteinanders in den Vordergrund stellen.

Dienstag, 16 Oktober 2018 10:39

Diskutier Mit Mir

geschrieben von

Die gesellschaftliche Polarisierung nimmt zu. Diskutier Mit Mir möchte den demokratischen Austausch fördern, zu einer Versachlichung von Debatten beitragen und digitale Filterblasen zum Platzen bringen. 

Montag, 15 Oktober 2018 16:22

Die Lange Nacht der Demokratie - ein Rückblick

geschrieben von
Am 15. September, dem internationalen Tag der Demokratie, veranstalteten zehn völlig verschiedene bayerische Städte die "Lange Nacht der Demokratie".
Das Projekt auf Initiative des Wertebündnis Bayern war ein großer Erfolg.

Mittwoch, 01 August 2018 14:23

Mit Gewalt ins Paradies?

geschrieben von

Fachtagung zur Radikalisierungsprävention in Offenbach am Main

Prävention von Radikalisierung und islamistischem Extremismus ist mehr als nur ein Bündel an Maßnahmen und Gegenstrategien. Prävention bedeutet, einen Schritt voraus zu sein. Prävention kann nur gelingen, wenn sie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird. Doch was bedeutet das genau? 

Donnerstag, 12 Juli 2018 12:45

Dorfgespräch

geschrieben von

 

 

„Wir müssen reden. Wir müssen dringend an der Kommunikationsstörung arbeiten, die inzwischen die Substanz der Demokratie untergräbt. Unser Gesellschaft fehlt es an Orten der Begegnung für unterschiedliche Schichten und Milieus, es fehlt an Formaten des offenen Diskurses in einer Kultur des Zuhörens und Argumentierens, in der der Hass keine Chance hat.Es fehlt an Orten, an denen Bürger gemeinsam die Erfahrung machen, ihre Lebenswelt politisch mitgestalten zu können,

anstatt Wandel immer nur passiv oder sogar ohnmächtig zu erleben.“

Jürgen Wiebecke, Zu Fuß durch ein nervöses Land. Auf der Suche nach dem, was uns zusammenhält

 
Donnerstag, 12 Juli 2018 12:18

20. MÜNCHNER TAGE FÜR NACHHALTIGES LANDMANAGEMENT

geschrieben von

VON WEGEN NUR DAGEGEN?!

Bürgerbeteiligung in veränderter Gesellschaft

 

„Die Bürgerschaft will gefragt und gehört werden“. Doch wer ist wirklich bereit, sich auf langwierige Prozesse der Entscheidungsfindung und das Ringen um einen Konsens einzulassen? Auch Protest ist schnell formuliert und die Sehnsucht nach einfachen

 Antworten ist groß. Oft geht es aber um komplexe Inhalte, eine Vielzahl von Einzelinteressen oder schwierig zu erstehende Strukturen und Vorgaben – sei es bei der Entwicklung von Städten und Gemeinden oder bei der Realisierung von Infrastrukturprojekten. Parteien, Stadt- und Gemeinderäte tun sich immer schwerer, Menschen mit Bereitschaft zum langfristigen Engagement zu finden.

Demokratie lebt aber vom Mitmachen und eine lebendige Beteiligung ist Motor für gesellschaftlichen Zusammenhalt und zentraler Ort für die Vermittlung von Werten. Doch unsere Alltagswelt ist im Wandel. Flexiblere und mobilere Lebensentwürfe, Information und Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung oder die Pluralisierung verändern uns und unsere Gesellschaft. Das hat Auswirkungen auf bewährte demokratische Strukturen und gewachsene Beteiligungsformen.

Seite 1 von 2