Im Rahmen der Recherchen zum Carl Bertelsmann Preis 2007, der auf die Förderung des gesellschaftlichen Engagements bei Kindern und Jugendlichen fokussierte (siehe  Artikel "gesellschaftliches Engagement als Bildungsziel"), hat Florian Wenzel ein Gutachten zur Rolle der EU erstellt.

Dienstag, 23 Oktober 2007 00:00

Was ist der Beutelsbacher Konsens?

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2007 buchbeutelsbacher konsens

Der Beutelsbacher Konsens wurde im Herbst 1976 als Ergebnis der Tagung der Landeszentrale für Politische Bildung in Baden-Württemberg erzielt. Nach dem vorangegangenen Richtlinienstreit Anfang der siebziger Jahre über die politischen und didaktischen Inhalte der neuen Lehrpläne für politische Bildung in den Ländern Hessen und Nordrhein-Westfalen wurden gemeinsame Grundsätze für einen didaktischen Minimalkonsens herausgearbeitet.

Vor allem die Hessischen Rahmenrichtlinien für Gesellschaftslehre sorgten für eine heftige Auseinandersetzung in den Kreisen der Fachdidaktiker und Politiker. Angefacht durch die schulpolitische Diskussion entbrannte die politische Auseinandersetzung zwischen den linksausgerichteten SPD/FDP regierten Ländern und rechtsausgerichteten CDU/CSU regierten Ländern. Aufgrund der konfliktgeladenen Lage im Richtlinienstreit wurde ein Gespräch zwischen den führenden Didaktikern initiiert, die in einem Diskurs die Möglichkeiten eines Mimimalkonsens ausarbeiten sollten.

2007 wehling1Dr. Siegfried Schiele und Prof. Dr. Hans-Georg Wehling

© Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

„Ein Phänomen geht um in Europa: das Schwinden des Politischen zu Gunsten des Ökonomischen.“ Mit diesen Worten beginnt das Bayerische Manifest zur politischen Bildung. Dieses Gemeinschaftswerk ist das Ergebnis eines Arbeitskreises aus Kolleginnen und Kollegen der politischen Bildung, die sich zusammengefunden haben, um sich über Grundlagen und gegenwärtige Entwicklungen der politischen Bildung zu verständigen.

Sonntag, 30 September 2007 00:00

Die Entwicklung von Netzwerken

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Endres klein

Für Netzwerke gibt es bislang wenig Kenntnisse über deren systematische Bestandssicherung, Weiterentwicklung und Steuerung. Denn Netzwerke sind komplexe Beziehungsgeflechte, die vielfach unter den Prinzipien von Gegenseitigkeit, Freiwilligkeit und Autonomie einer intensiven Pflege bedürfen. Vor diesem Hintergrund nehmen die Moderation, die Steuerung und das Monitoring von Netzwerken eine wichtige Rolle ein.

2007 baymanifestpolbil

„Ein Phänomen geht um in Europa: das Schwinden des Politischen zu Gunsten des Ökonomischen." Mit diesen Worten beginnt das Bayerische Manifest zur politischen Bildung. Dieses Gemeinschaftswerk ist das Ergebnis eines Arbeitskreises aus Kolleginnen und Kollegen der politischen Bildung, die sich zusammengefunden haben, um sich über Grundlagen und gegenwärtige Entwicklungen der politischen Bildung zu verständigen.

Donnerstag, 13 September 2007 00:00

STICHWORT:„GEMEINSINN UND AKTIVE BÜRGERGESELLSCHAFT“

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Als Indikatoren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gelten soziale Phänomene wie Gemeinschaftssinn, Gemeinsinn oder Bürgersinn, Sozialkapital, Solidarität und Bürgerschaftliches Engagement (nach Gemeinsinn, S. 10).

Im Gemeinsinn orientiert sich der einzelne auf die Gemeinschaft hin. Er stellt ein Gleichgewicht her zwischen seinen eigenen, individuellen Ansprüchen und denen der anderen Mitglieder der Gemeinschaft. Der Gemeinsinn vermittelt so zwischen Individuum und Gesellschaft, fungiert als Clearingstelle zwischen egoistischem Eigeninteresse und Allgemeinwohlorientierung.

„Die Haltung des Gemeinsinns wurzelt in der Sozialität des Individuums. Die Erfahrung, nicht als autonomes Einzelwesen zu existieren, sondern sich im Raum von Gemeinschaften zu entwickeln und zu entfalten, ist für jeden Menschen elementar und existenziell."

(Gemeinsinn, S. 37)

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