Fachtag: Dialog und Demokratie

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Das Gespräch ist die Seele der Demokratie

Das Niedermachen des (politischen) Gegners und eine beleidigende, verletzende, vulgäre Sprache sind für einen Teil der Öffentlichkeit mittlerweile völlig akzeptabel. Populistische Politikerinnen und Politiker gewinnen Wählerstimmen mit Behauptungen und dem Ausschalten von Sachargumenten zugunsten von gefühlten Wahrheiten. Gleichzeitig schwappt aus den USA der Trend zu uns, dass umstrittene Themen nicht mehr diskutiert werden dürfen, weil sie Menschen potentiell beleidigen könnten. In der Mitte der Gesellschaft sind abwertende Einstellungen gegenüber bestimmten Gruppen - wie Langzeitarbeitslose, Muslime, Geflüchtete - weit verbreitet.

Jeder, der sich für eine demokratische Diskussionskultur einsetzen will, ist also mit drei Herausforderungen konfrontiert: Wie reagiere ich auf extreme und menschenverachtende Aussagen? Wie kann ich heikle Themen fair adressieren? Wie gehe ich mit meinen eigenen Vorurteilen um?

Dr. Britta Schellenberg vom Geschwister-Scholl Institut der LMU erläutert anhand ihres aktuellen Forschungsprojektes, wann menschenfeindliche Orientierungen zu diskriminierenden Handlungen führen und wie man dagegen vorgehen kann. Anschließend können in praktischen Workshops verschiedene Diskussionsformen erprobt werden, die von Initiativen gestaltet werden, die sich dafür einsetzen, dass unsere vielfältige Gesellschaft friedlich zusammenleben kann.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Online anmelden können Sie sich hier.

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