Donnerstag, 04 September 2008 00:00

"Was ist Was?" - Die Landtagswahlen ´08 in Bayern

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Der Landtag wird in Deutschland in den 13 Flächenländern gewählt, während in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen die Parlamente Bürgerschaften genannt werden. In Berlin heißt das Parlament Abgeordnetenhaus. Die Landtage sind Parlamente auf Landesebene. Zu den wichtigsten Aufgaben der Landtage gehören, so wie beim Bundestag, die Gesetzgebung, die Wahlfunktion und die Repräsentative Funktion.

Wenn Bürger den Bundestag für einen Feiertag halten, der Beruf „Politiker" dasselbe zweifelhafte Ansehen wie der des Versicherungsvertreters besitzt und viele Bürger bemüht sind, möglichst viel Abstand zur Politik zu wahren, dann kann man nur feststellen: das entspricht nicht dem Traum von Demokratie, auf den dereinst die Menschen hofften. Mit dieser Feststellung beginnt „Vorsicht Politik". Doch das Buch, besser gesagt seine beiden Autoren Siegfried Schiele und Gotthard Breit, suchen nicht nach der Gruppe der Schuldigen (Politiker oder Politikverdrossene?), sondern sie versuchen, die Ursachen dafür zu identifizieren und dem Leser einsichtig zu machen, warum er sich trotz allem für Politik interessieren könnte und sollte. Und das geschieht auch noch auf unterhaltsame Weise! Eine echte Gefahr für die Politikverdrossenheit!

Am 28. September 2008 wird in Bayern über die Zusammensetzung der Bezirkstage und des Landtags für die kommende Legislaturperiode abgestimmt. Aber wie funktioniert eigentlich die Wahl, wer darf wählen und was ist zu beachten, damit die Stimme nicht ungültig wird? Diese und andere Fragen beantworten wir in zwei Folienpräsentationen.

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit im Studiengang Pädagogik an der Universität Augsburg hat sich Sarah Brunnhuber mit Projekten zur Erhöhung der Wahlmotivation auseinandergesetzt und Qualitätskriterien für erfolgreiche Projekte entwickelt. Wir haben mit Frau Brunnhuber gesprochen.

Gleichheit ist einer der wichtigsten Grundsätze eines demokratischen Staates. In Bezug auf Wahlen und damit die Legitimierung derjenigen, die die Anliegen des Volkes vertreten und aushandeln, ist die gleiche Partizipationsmöglichkeit aller heute entscheidend. Die „allgemeine, unmittelbare, freie, gleiche und geheime Wahl" ist Bestandteil eines modernen Demokratieverständnisses.
Dabei ist diese Errungenschaft in der sich seit der Antike entwickelnden Staatsform der Demokratie erst relativ spät aufgetaucht. Bis nach dem ersten Weltkrieg waren etwa Frauen und Angehörige von Minderheiten von den Wahlen ausgeschlossen.

Donnerstag, 31 Januar 2008 00:00

Die kommunalen Ebenen in Bayern

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Die Kommunalpolitik stellt in Bayern, sowie in allen anderen Bundesländern das Fundament im Aufbau der Demokratie dar. Ihre Aufgaben reichen von den Entscheidungen und Pflichtaufgaben bis hin zu freiwilligen Leistungen und der autonomen Stellung im Kulturbereich. Um ein genaueres Bild von dem Aufbau der kommunalen Ebenen in Bayern zu bekommen, hat die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit ein Informationsbuch zu diesem Thema herausgegeben. In kurzen Abschnitten werden die wesentlichen Merkmale der politischen Arbeit auf kommunalen Ebenen in ihrer historischen Entwicklung und ihrer Rechtsform erläutert.

Das Wahljahr 2008 mit der Kommunalwahl im Frühjahr und den Bezirkstags- und Landtagswahlen im Herbst steht vor der Tür. Für viele Erstwähler/innen stellt sich die Frage, um was geht es bei diesen Wahlen? Um bei ihnen Interesse zu wecken, eine Orientierung zu geben sowie eine lebendige Begegnung mit den Kandidat/innen zu verschaffen, wurde auf Initiative des Bezirksjugendrings Schwaben eine „Methodensammlung für Begegnungsmöglichkeiten von Erstwähler/innen und Kandidat/innen“ entwickelt: Kommunalpolitik (er)leben - DU hast die Wahl.

Dienstag, 20 November 2007 00:00

Politikverdrossenheit

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Desinteresse an Politik und mangelndes Vertrauen in die etablierten politischen Institutionen deuten auf die Politikverdrossenheit unserer Jugend hin. Kann sich unsere Gesellschaft ein Desinteresse an Demokratie erlauben? In diesem Beitrag werden diverse Trends in der Einstellung der Jugendlichen zur Politik diskutiert und anschließend auf ihre Relevanz für die Formulierung der Aufgaben der politischen Bildung hin betrachtet.
 

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