Freitag, 16 Oktober 2015 16:05

Mehr Demokratie (er)leben!

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Der von Christian Boeser-Schnebel, Gerhard Kral und Michael Sell herausgegebene Sammelband reflektiert die Erfahrungen aus vielen Jahren Vernetzungsarbeit in Schwaben und Bayern. Thematsiert werden ebenso die Voraussetzungen gelungener politischer Bildung als auch innovative Projektideen.

 

Im Rahmen eines vom 07. November bis 09. November 2014 stattgefundenen „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen zum Thema Politik“, an welchem eine Schulklasse der 10. Jahrgangsstufe des sozialwissenschaftlichen Zweiges des Maria-Theresia Gymnasiums Augsburg teilnahm, wurde über mögliche politische Dilemmata reflektiert. Das übergeordnete Ziel des Workshops war zunächst die politische Urteilsfähigkeit der Teilnehmer/innen zu fördern und sie anzuregen Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen um so politische Handlungsfähigkeit zu erwerben.

Das Argumentationstraining geht davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen der Qualität von Politik und der politischen Alltagskultur gibt: Wenn die Bürger die Komplexität von Politik nicht ernst nehmen und den Politikern von vornherein jede Seriosität absprechen, brauchen sie sich über feige Politik und die Tendenz zur Abschottung von Politikern nicht wundern. Das Training setzt vor diesem Hintergrund auf eine Erhöhung der politischen Urteilsfähigkeit und auf eine Verbesserung des Dialogs zwischen Bürgern und Politikern. Im Training selbst geht es darum, Strategien zur Identifikation von Stammtischparolen zu entwickeln, zur Infragestellung und zur Gegenargumentation. Darüber hinaus bietet das Training die Möglichkeit, sich grundsätzlich mit dem Verhältnis Bürger – Gesellschaft / Bürger – Staat auseinanderzusetzen. Nicht zuletzt soll mit dem Training auch die politische Handlungsfähigkeit erhöht werden.

Das Projekt wird in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit durchgeführt.

 

Freitag, 03 Mai 2013 00:00

Fragen zu einem provokanten Buch

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Das Niveau in politischen Alltagsgesprächen ist oftmals weitaus niedriger, als es dem Niveau der Diskutanten entsprechen würde. In der im Springer Verlag erschienenen Streitschrift für mehr Niveau in politischen Alltagsgesprächen geht es nicht nur darum, diese Behauptung zu belegen, sondern vor allem auch darum, deutlich zu machen, dass dies sowohl für die Qualität von Politik als auch für die Qualität von Demokratie ein Problem darstellt. Das Buch nimmt eine kontroverse Perspektive ein, die zu einem stärkeren Zusammenhalt in unserer Gesellschaft beitragen kann.