Der Verein „Ufuq“ leistet wichtige Arbeit mit Jugendlichen im Spannungsfeld Islam, Islamismus und Islamfeindlichkeit. Obwohl Muslime in Deutschland längst keine exotische Minderheit mehr sind, wird weiterhin darüber gestritten ob der Islam nun zu Deutschland gehöre oder nicht. „Ufuq“ möchte hier gezielt mit sachlicher und unaufgeregter Argumentation in die Debatte eingreifen. Dazu gehört auch die „Vielfältigkeit muslimischer Denk- und Lebenswelten sichtbar zu machen“ denn wer „Vielfalt kennt, hat Alternativen – zu traditionalistischen und zu ideologischen Positionen“. Oder: Wer weiß, dass „Islam“ nicht gleich „Islam“ und „Muslim“ nicht gleich „Muslim“ ist, der wird nicht mehr von der „Islamisierung Deutschlands“ sprechen, so die Hoffnung.

Im Rahmen eines Seminars „Erwachsenenbildung in der Einwanderungsgesellschaft“ bei Dr. Christian Boeser-Schnebel wurden verschiedene Interviews mit Bildungsakteuren geführt.
Dr. Hussein Hamdan ist Islamberater. In Zusammenarbeit mit der Robert-Bosch-Stiftung und der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl leitet er an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart das Projekt „Muslime als Partner in Baden-Württemberg – Information, Beratung, Dialog; Gesellschaft gemeinsam gestalten“. In diesem Interview geht es um die Projektvorstellung und um die Möglichkeiten, die das Projekt bietet.

Weitere Interviews aus der Reihe:
"Gib mir mal die Gieskanne“ - Interview mit Barbara Schulte
"Die Volkshochschule muss politischer werden" - Interview mit Prof. Dr. Ulrich Klemm
"Was da geschieht ist Bildung" - Interview mit Melinka Karrer

Mittwoch, 04 Mai 2016 16:25

Buchpräsentation "Politik wagen"

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Eine Demokratie lebt davon, dass es Menschen gibt, die in der Politik etwas wagen: Menschen, die es wagen, selbstbewusst ihre Interessen zu artikulieren und offen für die Interessen anderer zu sein. Die es wagen, im Ringen um eine Lösung auch einmal Abstriche in Kauf zu nehmen. Die es wagen, unbequeme Wahrheiten zu formulieren und verbreitete Sündenbock-mechanismen zu entlarven. Die es wagen, sich wirklich auf einen Diskurs einzulassen, mit dem Risiko, sich auch einmal überzeugen zu lassen. Die es wagen, zu erkennen, dass es in der Politik selten ein klares „richtig“ und ein klares „falsch“ gibt. Die es wagen, der oftmals allzu schlichten Kritik an der Politik zu widersprechen. Die es wagen, unbequem zu sein, für andere und für sich selbst. Menschen also, die es wagen, in Freiheit Verantwortung zu übernehmen.

 

             
Montag, 22 Februar 2016 14:40

Politik wagen - Ein Argumentationstraining

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Am Stammtisch wird traditionell viel über Politik gesprochen, oft mit Kompetenz und dem ernsthaftem Bemühen, Politik besser zu verstehen. Oft aber werden auch nur Stammtischparolen ausgetauscht, man  verharrt in dumpfer Selbstgerechtigkeit und lässt sich gar nicht erst auf das Wagnis Politik ein.